5 FRAGEN AN: Eversports CEO Hanno Lippitsch

Hanno Lippitsch, Gründer und CEO von Eversports, zeigte neue Features seiner App und beantwortete unsere „Fünf Fragen an…“.

Die Location der heutigen Pressekonferenz des Serviceproviders für Freizeitsportler “Eversports” war nicht zufällig gewählt. Das Sportcenter Donaucity ist ein neuer Kunde im Portfolio der 30.000 Sportstätten, die auf Eversports zu finden sind. Das Portal verbindet Angebot und Nachfrage, wenn es um sportliche Freizeitaktivitäten geht und übernimmt auch die Buchung und den Zahlungsverkehr – Eversports schneidet mit 20 Prozent des Preises einer Buchung mit. Neu ist, dass man jetzt via Eversports auch weitere Mitspieler finden kann, wenn die Truppe noch nicht komplett ist. Dazu öffnet man eine Buchung, die damit für andere Eversports-User sichtbar wird. Diese können sich – je nach Einstellungen des Buchenden – mit oder ohne Zustimmung in die Spielerliste eintragen.

Die passende App dazu wurde von 11Spielmacher gebaut. Sie soll Mitte August in den App Store und Play Store kommen. „Die haben sich mit diesem Thema schon viel länger befasst als wir und sind schon viel weiter“, erklärt Lippitsch. Und auch die Übernahme der Kölner Firma – gegen Cash und Anteile – wurde heute im Zuge der Präsentation dieses neuen Features bekannt gegeben. Ebenso wurde die Übernahme der Sprenger Software mit Sitz in Frankfurt erstmals an die Öffentlichkeit kommuniziert. Der Software-Anbieter spezialisiert sich seit 25 Jahren auf Freizeitangebote respektive Sportstättenanbieter und „bringt vor allem neue Kunden“, so Lippitsch, der nicht über die Kaufpreise sprechen darf, „aus vertraglichen Gründen“. Expansion steht überhaupt hoch im Kurs, so ist man gerade dabei auszuloten, ob die nächsten Schritte nach Frankreich, Italien, Spanien, die Türkei, Schweden oder Norwegen führen sollen.

Eversports hat laut eigenen Angaben 100.000 User, wovon 20 bis 30 Prozent aktiv seien. Die Vermittlungsplattform startete 2013 in Österreich und Lippitsch expandierte bereits nach Deutschland, in die Schweiz und die Niederlande. Momentan zehrt man noch von den insgesamt rund 1,6 Mio. €, die Eversports bis jetzt aufgestellt hatte – bis zur nächsten Finanzierungsrunde sollte das auch noch reichen. Dabei sieht Hanno Lippitsch seine Rolle mit einer wahrscheinlich notwendigen Gelassenheit – wie er in unseren „Fünf Fragen an,..“ durchblicken lässt.

1. Was war das wichtigste, das Sie in Ihrem bisherigen Unternehmer-Dasein gelernt haben?
Hanno Lippitsch:
Das wichtigste war zu lernen, dass das Business auch irgendwie ein Spiel ist. Sicher man muss es ernst nehmen, man muss aber auch lernen mit Druck umzugehen. Am Anfang war alles Bootstrapped und ich war sehr gestresst – vor allem wenn ich an jene dachte, die ihre Jobs fallen gelassen hatten, um bei uns zu arbeiten. Ich dachte viel darüber nach und dann kam so ein mentaler Shift – man kann nicht verlieren und egal was passiert, man hat so extrem viel gelernt, das kann dir ohnehin niemand mehr wegnehmen. Also: es ist wichtig die Dinge ernst zu nehmen, gleichzeitig darf man sich aber nicht zu viel Druck machen, zu viel Druck nimmt die Luft zum Atmen und man ist zu eingegrenzt, worunter die Kreativität leidet. Und, dass alles nicht immer gleich von Anfang an funktioniert ist ganz normal.

2. Wodurch lassen sich Sie und Ihre Mitarbeiter am besten motivieren?
(lacht) Sport. Wir haben alle die gleiche Leidenschaft. Ich war selbst Volleyball-Profi, viele in unserer Belegschaft waren auch Profisportler beziehungsweise machen leidenschaftlich gerne Sport. Ich schöpfe sehr viel Kraft aus meinem morgendlichen Ritual aus so 20-30 Minuten Morgensport – am liebsten mit einem Lauf im Rosengarten. Unser Chief Fun Officer organisiert bei uns die Trainings im Büro – wir haben eine daily sports break, da gibt es von Liegestützen bis Planking immer wieder etwas anderes. Und natürlich motivieren mich Zahlen – wir sind anfangs bei so 200 Buchungen herumgedümpelt als die dann stiegen und in den zweistelligen Tausender Bereich schossen, war das ein unheimlicher Schub.

3. Was ist für Sie der perfekte Ausgleich neben Sport?
Ja wenn man viel Sport macht… Also Sport steht jedenfalls auf Nummer 1, dann kommt gleich Netflix. Ich schaue sehr viele Serien, das ist gut wenn man nach der Arbeit nachhause kommt und sich berieseln lassen möchte.

4. Welches Buch können Sie empfehlen?
Miracle Morning. Es ist eine Anleitung, wie man seinen Tag starten sollte und, dass man am morgen Routine braucht. In der Früh sollte man sich eine Stunde Zeit nehmen, Dinge aufschreiben, sich weiterbilden, Wasser trinken, Meditieren…

5. Welche Apps benützen Sie, abgesehen von ihrer eigenen, am häufigsten und warum?
Ich verwende Wunderlist, weil ich alle todos drinnen habe. Blinkist ist eine App, in der man Bücher auf drei Seiten reduziert bekommt und diese lesen oder auch anhören kann. N26 verwende ich häufig, sowie Quando und die üblichen Verdächtigen Facebook und WhatsApp.

 

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