Ein Stück Gmunden in Wien

Die traditionsreiche Geschirrmanufaktur “Gmundner Keramik” hat sich in den letzten drei Jahren gesund geschrumpft und richtet sich seither moderner aus.

Dazu passt der neu eröffnete Brand-Store in der Wiener Innenstadt. Ein Shop-im-Shop Konzept beim Porzellanhändler Albin Denk.

Wie FORBES Austria in der September-Ausgabe berichtete, schreibt Gmundner Keramik seit zehn Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen. War die Geschirrmanufaktur vor ein paar Jahren noch ein richtiger Scherbenhaufen, so konnte 2014 bereits ein kleiner, sechsstelliger Jahresüberschuss erwirtschaftet werden. Geschafft hat dies der im Juli 2012 verpflichtete Geschäftsführer Jakob Freiherr von Wolff vor allem durch betriebliche Umstrukturierungen und eine radikale Reduktion der Produktpalette. Nun wird in Gmunden nur mehr das produziert, was auch auf den Tisch gehört. „Das Konzept des perfekt gedeckten Tisches steht für Ess- und Wohnkultur mit Stil und soll das Gmundner Keramik Lebensgefühl vermitteln“ erklärt Wolff bei der offiziellen Eröffnung des ersten Brand-Stores in der Bräunerstraße 3.

In Zusammenarbeit mit dem Wiener Traditionshaus Albin Denk ist ein heller und übersichtlicher Shop entstanden, der das Designkonzept des Brandstores in Salzburg fortführt und rege Frequenz erzeugen soll. Generell wird ein Großteil der Gmundner Keramik-Produkte über den klassischen Handel verkauft (65 Prozent), rund 30 Prozent aber bereits in den Brand-Stores, das Internet wird hauptsächlich für Nachbestellungen genutzt (fünf Prozent). “Wir erwarten uns für diesen Standort einen Umsatz im mittleren sechsstelligen Bereich”, erklärt Wolff, der erst im Mai dieses Jahres Mitgesellschafter der Gmundner Keramik Manufaktur GmbH wurde. Wolffs Spezialgebiet liegt in der Neuausrichtung von Unternehmen. Sein Sanierungs-Konzept war auch aufgrund des hohen Transformationswillens der Eigentümer erfolgreich, wie Wolff betont.

„Qualität statt Quantität“ lautet die Devise im neu eröffneten Brandstore. Statt eines großflächigen Shops bietet sich den Besuchern ein feines Schmuckstück, in dem die traditionellen Designs in „geflammtem Grün“ oder mit bunten „Streublumen“ zur Geltung gebracht werden. Aber auch neue Produktreihen in Rosa, Grau und Hellblau werden gezeigt. Ein passendes Sortiment an Gläsern komplettiert das Angebot des Traditionsbetriebes, der auf eine mehr als 500-jährige Geschichte zurückblickt.

Foto: Mag. Martina Lillie (Geschäftsführerin Albin Denk) und Jakob von Wolff (Geschäftsführer Gmunder Keramik)

Mag. Martina Lillie (GF ALbin Denk) und Jakob von Wolff (GF Gmunder Keramik)

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