Fintech-Startup NUMBER26 kooperiert ab sofort mit TransferWise

Das von zwei Wienern gegründete Fintech-Start-up Number26 kooperiert ab sofort mit TransferWise, einer internationalen Plattform für Auslandsüberweisungen.

Der Plan von Number26, ein Fintech-Hub zu werden, nimmt damit Form an. Neben ideologischen Motiven treibt das Unternehmen aber auch geschäftliches Kalkül.

„Wir wollen den Entbündelungstrend umkehren und zu einer Fintech-Plattform werden“, sagten die beiden Number26-Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal bereits in der Coverstory der November-Ausgabe von Forbes Austria. Und genau diesen Plan setzen die beiden nun in die Tat um: Mit dem Partner TransferWise sollen Auslandsüberweisungen für Number26-Kunden einfach und kostengünstig in der App erledigt werden können. Internationale Überweisungen können dabei in acht Währungen außerhalb der Euro-Zone getätigt werden: Amerikanische Dollar, Britisches Pfund, Schwedische Krone, Indische Rupie, Australische Dollar, Ungarische Forint, Schweizer Franken und Polnische Zloty.

TransferWise funktioniert über Peer-to-Peer-Technologie. Die Plattform handelt jeden Monat weltweit rund 700 Millionen € an internationalen Überweisungen, wodurch laut Unternehmensangaben 31 Millionen € an Bankgebühren gespart werden. Die niedrigen Gebühren sind das große Verkaufsargument des Fintechs, laut eigenen Angaben sind etwa in Deutschland Auslandsüberweisungen mit TransferWise durchschnittlich sechs Mal günstiger als Überweisungen, die mit einer Bank getätigt werden. Laut der Financial Times erhielt das Fintech Anfang 2015 in einer Finanzierungsrunde eine Bewertung von einer Milliarde €.

Die beiden Start-ups verbindet dabei – neben der Vision für Banking – auch ein Investor: Der von Peter Thiel geführte Fonds Valar Ventures. Die Kooperation bringt für Number26 neben einem neuen Service für die Kunden und einem Schritt in Richtung des eigenen Ziels auch eine zusätzliche Einnahmequelle. Neben dem Überziehungsrahmen, der seit Ende letzten Jahres in Deutschland verfügbar ist, sollen die angeschlossenen Fintechs ebenfalls zu den Einnahmen von Number26 beitragen.

„Es gibt einen klaren Plan, in drei Jahren profitabel zu sein,“ sagte Valentin Stall im Gespräch mit Forbes Austria. Denn der Anteil an der Transaktionsgebühr bei der Zahlung mit der Number26-Kreditkarte und die Veranlagung des Kundeneinlagen reichen noch nicht für schwarze Zahlen aus.

Mit 130.000 gesammelten Kunden und Operationen in acht Ländern wuchs Number26 im ersten operativen Jahr rasant. Der Kooperation mit TransferWise werden vermutlich weitere folgen. „Mit weiteren Funktionen wie Spar- oder Kreditprodukten sind wir zukünftig in jedem Aspekt besser als herkömmliche Retail-Banken“, so Tayenthal.

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Chief Editorial Team

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