GIN in Hong Kong

Wir haben den Wirschaftsstaatssekretär Harald Mahrer nach Hong Kong begleitet.

Die südchinesische Sonderverwaltungszone soll zu einem von zehn Standorten im internationalen Netzwerk (GIN) für Start-ups werden.

Ja, Gin ist ein Getränk. GIN hingegen ist der Name der aktuellen Start-up Vision von Harald Mahrer, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft. Das „Global Incubator Network“ soll ein weltweites Netz aus Kontakten für österreichische Unternehmer werden, um leicht in ausländischen Märkten Fuß fassen zu können – es soll Start-ups, Förderagenturen, Investoren und Venture Capital Fonds inkludieren. Vier Millionen Euro wurden von öffentlicher Seite dafür bereitgestellt.

Momentan werden Israel, Singapur und eben Hong Kong als solche Standorte gehandelt. „Sie sind mittelfristige die absoluten Innvoationsbringer“, so Mahrer der auch ausländische Investoren und technologieorientierte Start-ups nach Österreich locken will. In Hong Kong stieß man auf helle Begeisterung bis in höchste Ränge: Die Delegation traf den Hongkonger Innovationsberater der Regierung, sowie den Wirtschaftsminister Greg So – beide Gespräche waren nicht öffentlich, sind dem Vernehmen nach aber sehr positiv gelaufen. Der hongkonger Wirtschaftsminister hat angeboten, seine Stadt könne für österreichische Start-ups als Partner für den Markteintritt in China fungieren. Wien könne im Gegenzug ein Startplatz für chinesische Unternehmen für die CEE Region werden.

Exportschlager Pioneers Festival

Eine Investorenkonferenz mit asiatischen Teilnehmern rund um das Pioneers Festival soll es außerdem im Mai 2016 geben. Von chinesischer Seite, nämlich durch Präsident Xi Jingping wurde überdies unlängst die „One Belt one Road“ Initiative vorgestellt – eine Art „Seidenstraße“ die den Handel zwischen Europa und Asien intensivieren soll. Dies soll beispielsweise über neue Zuglinien, Autobahnen, Öl- und Gaspipelines, Stromnetze, Internetnetzwerke geschehen. Früheren Berichten zufolge stehen dafür 40 Milliarden Dollar bereit.

Während das aus wirtschaftlicher Sicht nur wünschenswert ist, bergen kulturelle Unterschiede, andere Marktbedingungen auf mikro- und makroökonomischer Ebene aber auch Risiken, denen man mit dem Wunsch hochwertige Kontakte zusammen zu sammeln, entgegenwirken möchte. Jetzt heißt es das Kick-off für GIN abzuwarten – Überzeugungstäter Mahrer wird diese Sache aber wohl mit dem nötigen Verve angehen. Unser Kollege Robert Olsen von Forbes Asia hat übrigens auch mit Mahrer gesprochen. Wen interessiert, wie der Staatssekretär auf amerikanische Journalisten wirkt, liest am besten hier weiter.

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Andreas Tschas (2.v.r.), CEO des Pioneers Festivals mit Christian Schierer, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Hong Kong (1.v.r.) und Staatssekretär Harald Mahrer (mitte), bei einem Roundtable mit Start-ups, Förderagenturen und Investoren in Hong Kong, organisiert von „Außenwirtschaft Österreich“. Ebenfalls im Bild: Charles Ng (2. v. l.), im Vorstand bei „Invest Hongkong“ und „StartmeupHK“ Chefin, Jayne Chan (1. v. l.).

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