Kulturtipp: Wenn Katastrophenhilfe zur Karrierehilfe wird

Die satirische Oper „Whatever Works” thematisiert die sinnlosen Charity-Aktionen zweier Karrierefrauen.

Im Rahmen des Musikfestivals “Wien Modern”, am 7. November, feiert es Premiere.

Drei Wochen Musik, Musiktheater, Performance, Symposion und Party. Das größte österreichische Festival für zeitgenössische Musik “Wien Modern”, wird heuer wieder ein dichtes Netz an akustischen Genüssen über die Stadt spannen. Die 28. Ausgabe steht im Zeichen von „Pop.Song.Voice“ und setzt sich mit den vielfältigen Bezügen und gegenseitigen Impulsen von zeitgenössischer Musik und Popkultur auseinander.

Mit bürokratischen Absurditäten beschäftigt sich das für den Wiener Rabenhof inszenierte Stück “Whatever Works”. Das satirische Musiktheater von Manuela Kerer und Arturo Fuentes, stellt zwei Karrierefrauen ins Zentrum ihrer Erzählung, die den Transport von Hilfsgütern via Staatslimousinen in die Dritte Welt veranlassen, obwohl es für diese dort keine Verwendung gibt. Ein Chor applaudiert diesen sinnlosen Taten dennoch. Die Skurrilität aus der Diskrepanz zwischen bewusstem und herbeigeführtem Chaos hat aktuell einen ernüchternden Aktualitätsbezug. “Dimitré Dinev (Librettist des Stücks; Anm.) zeigt nicht mit dem Zeigefinder auf etwas. Aber genau dadurch wird klar, dass das Tragische ohnehin in uns ist”, so die Interpretation der Komponistin Manuela Kerer.

Die Eröffnung des Festivals “Wien Modern”, das von 5. bis 28. November 2015 an 17 Spielorten über 50 Veranstaltungen präsentiert, widmet sich einem Großmeister der Neuen Musik: Anlässlich des 90. Geburtstags des französischen Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez, bringt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister mit „Pli selon pli“ einen Meilenstein der neueren Musikgeschichte ins Wiener Konzerthaus.

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