Laptop und Lederhosen

Gründet is. Die Gründerkonferenz Bits & Pretzels fand dieses Jahr ihren Ausklang auf der Wiesn.

Beide Events sind anfänglich befremdlich. Durchhalten zahlt sich dennoch aus.

Sonntag Vormittag, Messegelände München: Die Bits & Pretzels-Konferenz – für Gründer und solche, die es werden wollen – beginnt. Beim Betreten der Konferenz setzt es erstmals eine Reizüberflutung ob der Wucht an Ausstellern und Menschen, die anwesend sind. Die Frage, ob es noch eine Konferenz dieser Art braucht, stellt man sich schnell. Auch Florian Gschwandtner, CEO von runtastic, warnt die Besucher: „Eure Zeit ist begrenzt. Networking ist wichtig, aber man muss sich ganz genau überlegen, auf welchen Veranstaltungen man seine Zeit verbringt“. Er nimmt Bits & Pretzels zwar explizit aus, zeigt mit seinen Worten aber, welche Flut an Networking-Events für Gründer und Start-ups es mittlerweile gibt.

Am zweiten Tag ist man bereits auf das Anstehende gefasst – und wird enttäuscht. Denn gegenüber dem ersten Tag sind deutlich weniger Besucher gekommen. Sonntag voll, Montag leer; normalerweise läuft das doch anders rum?

Teurere Maß, weniger Besucher

Der Kreis schließt sich dann am dritten Tag, an dem die Konferenz mit einem Besuch des Oktoberfests endet. Auch hier wieder: Auf den ersten Blick alles sehr befremdlich, wenn auch aus anderen Gründen. Hier sind es die gröhlenden Massen, betrunkenen Menschen und die schlechte Musik.

Das Oktoberfest kämpft, wie Bits & Pretzels am Montag, mit einem Besucherschwund. Zehn Prozent weniger Gäste hatten die Organisatoren zur Halbzeit der Wiesn 2015 zu beklagen. Für viele Gäste ist das Oktoberfest schlicht zu teuer geworden. Die Preise sind wirklich sehr hoch, eine Maß kostet 10,30€ – und wird aufgrund der aggressiven Trinkgeldforderungen der Kellner im Verlauf des Tages oft noch teurer.

Doch nach einer Zeit lässt der Schock nach, die Musik wird etwas besser, die Leute sympathischer. Und man merkt, dass sich ein Besuch bei Bits & Pretzels inklusive Oktoberfest doch auszahlt, wenn man der anfänglichen Reizüberflutung beider Veranstaltungen trotzt. Weil man letztendlich in all dem Lärm spannende Menschen mit wirklich guten Ideen trifft.

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Chief Editorial Team

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