Playbrush: Wie eine Zahnbürste zum Game-Controller wird

Ich war selbst nie der fleißigste Zähneputzer“, scherzt Paul Varga, der von seinem Taufkind auf die Idee gebracht wurde, das tägliche Zähneputzen in ein Spiel zu verwandeln.

Nur 18 Monate hat der Weg von der Idee über den Prototyp bis zur ersten verkaufsfertigen Serie gedauert, die innerhalb von einem Monat komplett ausverkauft war. Playbrush ist eine Kombination aus Hard- und Software. Der kleine Aufsatz ist das Herzstück der Entwicklung und kann auf jede manuelle Zahnbürste gesteckt werden. Durch einfaches Schütteln aktiviert, verbindet sich die darin enthaltene Elektronik mit dem Handy und der eigens dafür entwickelten Gaming-App.

„Wir haben einen Algorithmus programmiert, der beim Zähneputzen alle Bewegungsdaten in Echtzeit auswertet und übersetzt“, erklärt Varga. Mit den Putzbewegungen steuern die Kids ihren individuellen Avatar und bekämpfen herannahende Karies-Monster. Nach zwei Minuten gibt es Feedback darüber, ob alle Stellen im Mund ordentlich geschrubbt wurden. Bei regelmäßigem intensivem Putzen wird das nächste Level erreicht.

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„Der Gaming-Aspekt bringt Kinder dazu, sich öfter, länger und genauer die Zähne zu putzen. Und die Eltern ersparen sich mühselige Diskussionen“, so der studierte Biotechnologe und Tech-Entrepreneur. Bisher wurde das Start-up finanziell von einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne, bei der 382 Unterstützer rund 52.000 Euro beigetragen haben, und einer Investition des Investors Hansi Hansmann vorangetrieben. Die Expertise stammt aus der Zusammenarbeit mit Zahnärzten und eigenen Versuchen mit kleinen Testpersonen.

Eines der patentierten Playbrush-Sets kostet 49 Euro, aber damit ist die Arbeit von Paul Varga und seinen Partnern Matthäus Ittner und Tolulope Ogunsina noch nicht getan. „Damit den Kindern nicht langweilig wird, wollen wir bis Weihnachten fünf neue Spiele für verschiedene Altersgruppen herausbringen – eines für ganz kleine Kinder erscheint schon im März – und natürlich viele Units verkaufen“, sagt Varga.

 

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