Record Bird: Ein neuer Infokanal für die Musikindustrie

Start-up-Unternehmer Andreas Mahringer ist selbst leidenschaftlicher Musikfan und wollte nie wieder einen Release seiner Lieblingsbands verpassen.

„Bereits bestehende Kanäle sind meist schon mit News überfüllt – für musikalische Neuerscheinungen gab es bisher keinen effizienten Infokanal“, erklärt er. „Record Bird“, der kostenlose Online-Service, nimmt sich der Musikfans auf der ganzen Welt an und informiert sie effizient über die neuesten Releases ihrer Lieblingskünstler. „User melden sich mit ihrem Facebook- oder Spotify-Account an und Record Bird übernimmt die individuellen Likes oder Follower der jeweiligen Plattform. Mit ein, zwei Klicks sind die Künstlerpräferenzen auch schon importiert und wir gleichen das im Hintergrund mit unserer Datenbank ab, die im Moment vier Millionen Künstler und ihre Veröffentlichungen umfasst“, erklärt Mahringer. Seit Februar kann man Record Bird über den Browser nutzen und kommenden Sommer soll die mobile App fertig sein. Eine erste erfolgreiche Investorenrunde, die dem fünfköpfigen Team von Record Bird eine mittelgroße sechsstellige Summe einbrachte, sorgt für die Finanzierung. „Wir haben ein rigoroses Investoren-Scouting betrieben, denn für uns war es wichtig, dass ein potenzieller Investor unser Produkt versteht und uns im Bereich Musik weiterhelfen kann“, sagt der Jungunternehmer.

Niko Alm, Geschäftsführer von Super-Fi und VICE CEE, sowie drei Business Angels aus dem Netzwerk vom ebenfalls beteiligten Startup300 Fonds, brachten neben dem nötigen Kleingeld auch das gewünschte Know-how mit. Und wie funktioniert das Business-Modell von Record Bird? „Für User wird Record Bird immer gratis bleiben und auch für Künstler bzw. Labels, die unseren Basisdienst nutzen und über neue Veröffentlichungen informieren. Wenn ein Label einen Release extra hervorheben und promoten will, kostet das extra“, erklärt Mahringer. Außerdem sollen Affiliate-Links einen kleinen Beitrag zum Umsatz leisten – wenn ein User durch Record Bird empfohlene Musik kauft, bekommt das Start-up eine kleine Provision. „Seit Vinyl nicht mehr das Hauptmedium ist, befindet sich die Musikindustrie im ständigen Wandel. Das Konsumverhalten entwickelt sich stark in Richtung der Streaming-Plattformen und wir liefern Musikern einen Online-Kanal, der sie bereits vor Veröffentlichungen direkt mit Influencern und Fans verbindet“, sagt Andreas Mahringer und machte sich danach auf den Weg nach Austin, Texas, um Record Bird beim „SXSW“-Festival vorzustellen.

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