Spielerisch zum Börsenprofi

Mithilfe von spielerischen Elementen und einem ansehnlichen Interface will die Trading-App BUX Menschen den Zugang zum Aktienmarkt erleichtern.

In den Niederlanden und Großbritannien sammelte das Start-up bereits 220.000 Kunden. Nun sollen auch Deutschland und Österreich erobert werden.

In Deutschland ist die App BUX seit Mittwoch dieser Woche verfügbar. Die Idee dahinter ist recht simpel: „Viele Leute sind an den Aktienmärkten interessiert und wollen mit Aktien handeln. Aber die Komplexität, die dabei vorherrscht, schreckt sie ab“, beschreibt Nick Bortot, Gründer und CEO der Trading-App BUX das Problem. Doch genau dieses will Bortot, der selbst jahrelang als Aktienbroker tätig war, mit seinem Team lösen.

BUX streicht komplexe Handelsplattformen auf das Nötigste zusammen, macht die App optisch anspruchsvoll und dadurch vor allem auch für junge, noch unerfahrene Trader interessant. „Aktienhandel war immer kompliziert und umständlich. Wir haben in unserer App jeglichen Schnickschnack beseitigt. Man kann kaufen und verkaufen, auf Kurse setzen und einen kleinen Hebel verwenden – sonst nichts.“

Spielerisch Lernen

Die App setzt auf spielerische Elemente und einen Wettbewerbscharakter, um auch einen Spaßfaktor zu gewährleisten (siehe Bilder). So können sich Nutzer mit Freunden in BUXbattles um die beste Performance messen oder im Chat Tipps austauschen. Hilfreiche Kurzartikel zu Themen rund um Aktienmärkte runden das Bild ab.

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Dass der spielerische Rahmen das sehr reale Risiko, Geld zu verlieren, verharmlost, findet Bortot indes nicht. „Die Frage wird mir oft gestellt. Ich glaube, dass ein spielerischer Ansatz den Zugang erleichtert und den Lernfaktor erhöht. Das heißt aber nicht, dass die Leute deshalb weniger verantwortlich mit ihrem Geld umgehen.“

Um Personen den Umgang mit Trading und der App an sich näherzubringen, gibt es eine Testphase, in der mit virtuellem Geld gehandelt wird, ein so genannter funBUX-Account. „Derzeit wechseln etwa fünf bis sieben Prozent von Spiel- zu Echtgeldkonten. Diejenigen, die sich noch nicht bereit fühlen, bleiben also bei virtuellen Einsätzen.“ Zudem gibt es ein Limit von 500 € Einsatz pro Aktie, um das Risiko zu streuen.

Österreicher können ab 2016 „BUXen“

Die App punktet durch niedrige Kosten – die Gebühren für einzelne Transaktionen beginnen bereits ab 25 Cent. Das Unternehmen arbeitet mit einem Broker zusammen, der Käufe und Verkäufe einzelner Papiere der User vergleicht. Diese werden dann im Auftragsbuch des Brokers miteinander verbunden und durchgeführt. Nur überschüssige Transaktionen werden somit an die jeweiligen Aktienmärkte weitergeleitet, wodurch Gebühren gespart werden können.

Zudem können von bekannten, teuren Unternehmen auch nur „Aktienteile“ erworben werden. Denn eine Aktie von Google kostet zum Beispiel fast 700 US-$ pro Stück. Bei BUX können aber auch nur zehn € investiert werden.

Die App sammelte in den Niederlanden und Großbritannien bereits 220.000 User. Davon hatten rund 80 Prozent keine oder nur sehr wenig Erfahrung mit Aktien. Nach dem Start in Deutschland hat Nick Bortot Österreich als nächstes Ziel im Auge. Und zwar schon bald. „Wir müssen nur noch ein kleines technisches Problem bezüglich der Ausweisungspflicht lösen. Anfang 2016 wollen wir aber auch für österreichische User verfügbar sein.“

Fotocredits: BUX

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Chief Editorial Team

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