Wiener Start-up entwickelt die digitale Autogrammkarte

"Bei der Hochzeit eines guten Freundes hatte der Trauzeuge für das Brautpaar ein Video mit Grüßen von Gästen und Prominenten aufgenommen“, erzählt Paul Resch, der Entwickler von Greetzly, einer Online-Plattform, die es Fans ermöglicht, persönliche Videogrüße von ihren Idolen zu erhalten.

Nach Gesprächen mit befreundeten Künstlern war den Gründern rasch klar, dass Prominente laufend Anfragen nach Videobotschaften erhalten – die neue Anwendung war im Mai 2015 geboren. „Am Anfang war die Hemmschwelle der Celebrities, bei uns mitzutun, relativ hoch, da keiner der Erste sein wollte. Also starteten wir in Frankreich und haben uns als ‚next big thing‘ aus Berlin positioniert. Das hat super geklappt, heute sind auch Stars aus Italien, Deutschland und Österreich im Greetzly-Pool“, erklärt Co-Founder Alexander Lachinger. Die vertretenen Promis können mit einer speziell für sie entwickelten App alle Fan-Anfragen managen und maximal 30 Sekunden lange Videobotschaften zu verschiedenen Anlässen (Geburtstag, Hochzeit etc.) aufnehmen. Das fertige Video bzw. den Link dorthin erhält der Nutzer per Mail.

Prinzipiell sind die Clips nicht öffentlich, können auf Wunsch des Nutzers aber auf Social-Media-Plattformen geteilt werden. Für die Fans kostet die Bestellung eines Videos mindestens fünf Euro, wovon von den mitwirkenden Promis mindestens zehn Prozent als Spende für karitative Zwecke einbehalten werden. 20 Prozent erhält Greetzly als Vermittlungsprovision. „Viele Künstler spenden 100 Prozent ihres Anteils für wohltätige Zwecke“, betont Resch. Im April konnte Greetzly bei der Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ den Venture-Capital-Fonds Speedinvest sowie eine Runde von Angel-Investoren um Michael Altrichter und Startup300 als Kapitalgeber gewinnen und etwas mehr als eine halbe Million € einsammeln.

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