Zwei Wiener erobern Europas Bankenszene

Number26: Wer FORBES Austria liest, ist wieder einmal früher informiert als andere.

Denn bereits in der November-Ausgabe über das Fintech-Start-up Number26 der Wiener Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal haben die beiden von Expansion gesprochen. Nun wurde die Ankündigung Realität: Number26 expandiert in sechs europäische Länder. Damit kommt man der Idee eines europäischen Bankkontos ein Stück näher.

Um 8:30 Uhr kam ein unscheinbares E-Mail aus der Pressestelle des Fintech-Start-ups Number26 in meinen Posteingang geflattert. Betreffzeile: „Number26 launcht heute in 6 europäischen Ländern.“ Erster Gedanke: Sechs Länder gleichzeitig?

Es scheint so. Das smartphonebasierte Girokonto, das die Bankenwelt seit Jahresbeginn aufmischt, war bisher nur in Deutschland und Österreich aktiv. Doch nun folgen Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Spanien und die Slowakei. Als wir die beiden Wiener Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal im Oktober diesen Jahres besuchten, war von Expansion bereits die Rede. Dass es dann so schnell geht, kommt aber dennoch überraschend.

„Es sind natürlich immer die Länder für uns spannend, wo die Produkte schlecht und die Preise hoch sind. Das ist derzeit zum Beispiel in Italien und Frankreich der Fall“, sagte Maximilian Tayenthal damals. Und, Überraschung! Beide Länder sind im heutigen Launch vertreten.

Number26 ist ein modernes Konto, das gänzlich über das Smartphone gesteuert wird. Partnerbank des Berliner Fintech, mit dem die beiden Wiener bereits 50.000 Kunden sammeln konnten, ist die deutsche Wirecard Bank. Das ansehnliche Interface und die günstigen Konditionen locken vor allem junge Kunden, die mit etablierten Banken und deren oft gesichtslosen Filialen nicht viel anfangen können.

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Umtriebigkeit pur

Number26 ist in letzter Zeit besonders bei Produktverbesserungen aktiv. Neben den neuen Märkten wurde Anfang November auch die Möglichkeit eingeführt, deutschlandweit in 3.000 Shops per in der App kreiertem Strichcode Geld abzuheben – etwa in Filialen der Supermarktkette Penny. Zudem wurde ein bisher nicht vorhandener Überziehungsrahmen von 2.000 € eingeführt. Letzteres bietet dem Berliner Jungunternehmen auch eine neue Einnahmequelle. Denn der Anteil an der interchange fee, die beim Zahlen mit der mit dem Konto verbundenen Kreditkarte anfällt, macht das Start-up noch nicht profitabel.

Das soll aber in spätestens drei Jahren soweit sein. Wie die beiden Wiener Unternehmer mit ihrem Fintech von Berlin aus die europäische Bankenlandschaft aufmischen, welche Pläne sie für die Zukunft haben und wie es in ihrem Büro so aussieht, lesen Sie am besten in der November-Ausgabe von FORBES Austria, wo die beiden auch das Cover zierten.

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Chief Editorial Team

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