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Das Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie will mithilfe von „würfelzuckergroßen“ Kraftwerken Industrie 4.0 mit Energie versorgen.
Gründen zwei Physiker, ein Chemiker, eine Chemieingenieurin und ein Wirtschaftsingenieur ein Unternehmen. Die nun erwartete Pointe des Witzes fällt aus, denn das Gründerteam (Frederick Lessmann, 5. v. re.; Matthias Hecht, Mi,; André Gall, 3. v. re.; Silas Aslan, 5. v. li. und Katharina Peters) des Spin-offs des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ergänzt sich scheinbar perfekt. Otego arbeitet an einem neuartigen thermoelektrischen Generator (TEG) in der Größe eines Würfelzuckers, der Wärme in Form von Temperaturunterschieden direkt in Strom umwandelt. Diese erzeugen Leistungen im Mikro- bis Milliwattbereich für IoT- und Industrie-4.0-Anwendungen. Neben den eigens entwickelten Materialien (leitfähige Kunststoffe) ist der Herstellungsprozess besonders: Die elektrischen Schaltungen werden auf industriellen Druckmaschinen gedruckt und anschließend vollautomatisch in einem patentierten Verfahren weiterverarbeitet.
Aktuell arbeitet Otego an der Markteinführung und sammelte kürzlich eine erste Finanzierungsrunde ein. „Otego wird den TEG zunächst als elektronische Komponente für Hersteller von Maintenance-Sensoren und später für Smart-Home-Hersteller anbieten. Künftig ist geplant, das Produktportfolio auch auf integrierte Energy-Harvesting-Produkte zu erweitern. Dabei ist neben dem TEG zusätzlich ein Energie- und Thermomanagement in einem Gehäuse mit Standardschnittstelle integriert.“