Purapep

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Das Altern des eigenen Haustieres ist unvermeidbar. Altersbedingter Bluthochdruck bei Hund und Katz dagegen schon – meint jedenfalls das Spin-off.

Woran viele Menschen erkranken können , kommt auch bei betagten Haustieren vor: Bluthochdruck. Gänzlich heilen lässt sich dieser – so wie auch beim Menschen – zwar nicht. Purapep, ein Spin-off der Professur für Lebensmittelchemie der TU Dresden, arbeitet jedoch an einem Futtermittel, das vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Haustieren wirken soll. Dabei setzt das Gründerteam, bestehend aus Geralf Zimmermann (Mi.), Diana Hagemann (li.) und Julia Degen (re.), auf spezielle Stoffe, die noch nicht lange im Rampenlicht der Forschung stehen: Bioaktive Peptide. Diese Stoffe entstehen beim Spalten von Eiweißen und kommen vor allem in Milchprodukten vor. Wissenschafter weltweit untersuchen ihre potenziell positiven Effekte auf die Gesundheit. Laut den Gründern offenbarte in vorangegangen Studien besonders eine Gruppe bioaktiver Peptide vielversprechende blutdruckregulierende und stressmindernde Wirkung: Diese Peptide sind Grundlage des Nahrungsergänzungsmittels von Purapep, das als eine Art Prophylaxe in Pulverform über das herkömmliche Futter des Haustieres gestreut wird.

Purapep rechnet damit, dass das Produkt – es trägt den Namen des Spin-offs – im ersten Quartal 2019 am Markt erhältlich sein wird. Bis dahin hat das Gründerteam aber noch einiges vor: Demnächst soll einmal die Ausgründung in Dresden stattfinden. Außerdem soll es im Frühjahr 2019 noch eine abschließende Feldstudie geben, um Haustierhaltern eine erste Testmöglichkeit des Purapep-Pulvers anzubieten. Zunächst soll Purapep im deutschsprachigen Raum angeboten werden. Während sich Purapep selbst um die Entwicklung des Produktes und den Vertrieb kümmert, soll die Produktion ausgelagert werden. Der Vertrieb erfolgt laut dem Spin-off dann über ein Netzwerk von Tierärzten und einem eigenen Online-Versand. Ob die bioaktiven Peptide auch bei menschlichen Herzkreislauf-Erkrankungen helfen, ist bis dato nicht geklärt, wird aber vonseiten Purapep nicht ausgeschlossen. Soll heißen: Was dem Tier gut tut, tut dem Menschen (vielleicht) auch gut.

Forbes Editors

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