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Das Nürnberger Start-up hat ein System entwickelt, dass die nervenaufreibende Parkplatzsuche erleichtern und den Stadtverkehr entlasten soll.
Eine innovative Idee entwächst immer einer grundlegenden Problematik. In diesem Fall ist es die tägliche Parkplatzsuche der Autofahrer in Städten – denn diese hat Folgen: Laut Smart City Systems, einem Spin-off der Universität Nürnberg, wird gut ein Drittel des globalen innerstädtischen Verkehrsstaus dadurch verursacht. Das Gründerteam rund um Stefan Eckart (2. v. li.) nahm sich der Problematik des akuten Parkplatzmangels in urbanen Gegenden an. „Wir waren der Ansicht, dass die effizientere Nutzung von Parkflächen den innerstädtischen Verkehr maßgeblich entlasten kann“, sagt Co-Founder Eckart. Selbst mit dem alltäglichen Problem der Parkplatzsuche konfrontiert, arbeitete Eckart mit seinen Gründungskollegen Thorge Harms (Mi.), Michael Hopfengärtner (re.), Andreas Jaumann (li.) und Christian Schlenk (2. v. re.) 2017 an einer Lösung – heraus kam schließlich der „Parking Pilot“: Ein Sensorik-System, das erkennt, wann eine Parkfläche unbesetzt ist. Und das funkitoniert so: Das Gerät wird auf einem Parkplatz installiert. Durch ein Magnetfeld registrieren die Sensoren, ob darauf ein Auto parkt oder nicht. Die entsprechenden Daten werden schließlich an eine Cloud gesendet, auf die Nutzer zugreifen können. Das Start-up verdient ihr Geld durch die Bereitstellung der Hardware und durch eine monatliche Lizenzgebühr für die Nutzung ihrer Daten. „Der Vorteil gegenüber bestehenden Systemen besteht vor allem in der einfachen Installation, der langen Batterielebensdauer sowie der speziellen Konstruktion des Gehäuses“, sagt Eckart.
Der Vertrieb ist derzeit noch rein auf B2B und B2G (business-to-government, Anm.) ausgelegt. Die Zielgruppe besteht aus Kommunen, Supermärkten und Parkplatzbetreibern. ausgelegt. Mittlerweile befinden sich über 1.000 Prototyp-Sensoren im Einsatz – und das in verschiedenen Regionen Deutschlands. Wöchentlich kommen 200 bis 300 Sensoren dazu, so Eckhart. Parking Pilots stehen bereits etwa am Gelände der Universität Nürnberg, an Ladesäulen in Berlin und am Parkplatz des Sana Klinikum Hof. Ein B2C-Vertrieb soll in den nächsten Monaten in Deutschland aufgebaut werden. Somit könnten schon bald Autofahrer direkt vom Auto via Smartphone einen freien Parkplatz lokalisieren. Die Zeiten des ewigen Rundendrehens wären dann wohl vorerst vorbei.