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Der geplante Verkauf eines 20-%-Anteils an der FIFA-Weltmeisterschaft sorgt weltweit für Kritik. Immer mehr Fußballverbände stellen sich gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino – und seine Wiederwahl gerät zunehmend unter Druck.
Der Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino nimmt zu. Auslöser ist sein Plan, einen 20-%-Anteil an einer neuen Gesellschaft rund um die FIFA-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Die neue Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise wird mit 20 Mrd. US-$ bewertet. Durch den Verkauf des Minderheitsanteils will die FIFA rund 4,2 Mrd. US-$ einnehmen.
Mehrere nationale Fußballverbände lehnen das Vorhaben ab. Die Verbände aus England, Wales, Schweden, Finnland und Serbien haben ihre Unterstützung für eine vierte Amtszeit Infantinos zurückgezogen. Auch La-Liga-Präsident Javier Tebas und Ex-FIFA-Präsident Sepp Blatter sprechen sich für einen Rücktritt des FIFA-Präsidenten aus.
Trotz des Widerstands in Europa verfügt Infantino weiterhin über eine breite Mehrheit in Afrika, Südamerika und Teilen Asiens. Für seine Wiederwahl benötigt er 106 Stimmen. Selbst ohne die 55 Stimmen der UEFA und die 35 Stimmen der CONCACAF könnte er erneut zum FIFA-Präsidenten gewählt werden. Ein Gegenkandidat wurde bisher nicht offiziell vorgestellt.
Infantino hatte in den vergangenen Jahren die Einnahmen der FIFA deutlich erhöht, die Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Teams erweitert und höhere Ausschüttungen an die Mitgliedsverbände angekündigt. Auf dem FIFA-Kongress im Mai stellte er Zahlungen von mindestens 2,7 Mrd. US-$ für die kommenden vier Jahre in Aussicht – ein Plus von 20 %.
Der geplante Milliarden-Deal stößt jedoch auf massiven Widerstand. Kritiker werfen der FIFA mangelnde Transparenz vor und befürchten, dass private Investoren künftig stärkeren Einfluss auf die Vermarktung der Weltmeisterschaft erhalten könnten.
Text: Mary Whitfill Roeloffs
Foto: Wikimedia Commons