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Die 30 Under 30-Listmaker Amandeep Grewal und Andreas Zehetner haben Futuredoctor zu einem Ökosystem rund um das Medizinstudium ausgebaut. Mehr als 100.000 Menschen sollen die Angebote inzwischen nutzen. Mit der geplanten Integration der Apobank stößt das Unternehmen nun in ein neues B2B-Geschäftsfeld vor.
Als Amandeep Grewal und Andreas Zehetner 2023 in die 30 Under 30-Liste aufgenommen wurden, unterstützten sie mit Futuredoctor vor allem junge Menschen auf dem Weg zu einem Medizinstudium. Inzwischen hat sich das Geschäftsmodell deutlich erweitert: Die Plattform begleitet Bewerber und Studierende vom ersten Interesse an einem Studienplatz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bis zum Einstieg in den Beruf.
Mehr als 100.000 junge Menschen nutzen laut Futuredoctor mittlerweile die verschiedenen Plattformen des Unternehmens. Der eigene NC-Rechner soll die meistgenutzte Zulassungs-App für das Medizinstudium in Deutschland sein. Zum Ökosystem gehören außerdem Marken wie TMS Buddies, „dein-medizinstudium“ und „travel4med“.
Das Wachstum finanzierten die Gründer bislang aus eigener Kraft. Futuredoctor arbeitet nach eigenen Angaben seit Jahren profitabel und hat kein externes Kapital aufgenommen. Statt auf Finanzierungsrunden setzte das Unternehmen auf Einnahmen aus dem laufenden Geschäft.
Auch geografisch hat Futuredoctor seine Aktivitäten erweitert. Vor zwei Jahren erfolgte mit Future MBBS der Eintritt in den indischen Markt. Dort baut das Unternehmen eine Social-Media-Plattform für Medizinstudierende auf, die langfristig zur weltweit größten Plattform dieser Art entwickelt werden soll.
Der nächste Schritt ist für September geplant. Nach Angaben von Futuredoctor soll die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, kurz Apobank, umfassend in das Ökosystem des Unternehmens eingebunden werden. Die Kooperation soll Apps, Plattformen, Informationspakete und die Social-Media-Kanäle von Futuredoctor umfassen.
Für Grewal und Zehetner ist die Zusammenarbeit mehr als eine klassische Partnerschaft. Der direkte Zugang zu angehenden Mediziner soll künftig auch etablierten Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Damit erweitert Futuredoctor sein bisheriges Modell um ein neues Geschäft mit Unternehmenskunden.
Aus einer Vermittlung für Studienplätze ist so schrittweise eine Plattformgruppe entstanden, die mehrere Phasen einer medizinischen Karriere abdeckt. Die geplante Integration der Apobank markiert nun den nächsten Entwicklungsschritt: Futuredoctor will nicht mehr nur Bewerber und Studierende erreichen, sondern den Zugang zu dieser Zielgruppe selbst zum Geschäftsmodell machen.
Foto: beigestellt