30 Under 30 Update: Maximilian Stoiber bei Open AI

2018 nahm Forbes Maximilian Stoiber als CTO der Community-Plattform Spectrum in die 30 Under 30-Liste auf. Seitdem folgten die Übernahme durch Github, der Aufbau des Technologieunternehmens Stellate und eine Führungsrolle bei Shopify. Heute arbeitet der Wiener Entwickler bei Open AI an Codex und Chat GPT.

Als Maximilian Stoiber 2018 in die Forbes 30 Under 30-Liste aufgenommen wurde, hatte er sich bereits einen Namen in der internationalen Open-Source-Szene gemacht. Der Wiener, der sich das Programmieren selbst beibrachte, sorgte unter anderem mit der React Boilerplate (eine Art Baukasten-Vorlage für Websites und Apps) für Aufmerksamkeit. Mit Spectrum baute er gemeinsam mit seinen Mitgründern eine Plattform auf, über die sich Entwickler und andere Online-Communitys austauschen konnten. Als er es auf die U30-Liste schaffte, verzeichnete Spectrum rund 80.000 monatliche Nutzer.

Ein Projekt entwickelte sich zu einem seiner größten Erfolge: 2016 war Stoiber bei der Softwareagentur Thinkmill an der Entwicklung von Styled-Components beteiligt. Die Open-Source-Library ermöglicht es, das Design von Anwendungen direkt mit einzelnen React-Komponenten zu verknüpfen, was das Designen von Websites leichter macht. Die von Stoiber mitentwickelten Open-Source-Projekte wurden von Millionen Entwickler genutzt und kamen beim Aufbau von mehr als 1,2 Millionen Websites zum Einsatz, sagt er.

Nur knapp sechs Monate nach der Listung wurde Spectrum von Github übernommen. Zu diesem Zeitpunkt war die Plattform laut den Gründern zur Heimat von fast 5.000 Communitys geworden. Stoiber wechselte mit seinem Team zu Github und arbeitete dort bis 2020 als Softwareentwickler. Anschließend war er rund ein Jahr als Senior Staff Software Engineer beim Websoftwareunternehmen Gatsby tätig.

2021 gründete Stoiber gemeinsam mit Tim Suchanek Graph CDN, einen Dienst zur schnelleren und effizienteren Verarbeitung von „GraphQL-Anfragen“, mit denen Applikationen Daten von einem Server anfordern können. 2022 wurde das Unternehmen in Stellate umbenannt. Innerhalb von weniger als zwölf Monaten sammelte es in drei Finanzierungsrunden insgesamt 30 Mio. US-$ ein. Gleichzeitig wuchs das Team laut Stoiber von den beiden Gründern auf elf Beschäftigte.

Auch das operative Geschäft legte deutlich zu: Stellate verzeichnete ein 64-faches Wachstum im Jahresvergleich, so Stoiber. Innerhalb von dreieinhalb Jahren verarbeitete die Plattform mehr als 100 Mrd. GraphQL-Anfragen für Hunderte Kunden – von schnell wachsenden Start-ups bis zu Fortune-500-Unternehmen. Abwandern sollen Kunden kaum.

2024 folgte eine geteilte Transaktion. The Guild übernahm das Produkt und die bestehenden Kunden von Stellate, während der Großteil des technischen Teams zu Shopify wechselte. Stoiber wurde dort Director of Engineering und übernahm die Leitung einer Organisation mit rund 70 Engineers im Bereich Liquid & Headless Storefronts, sagt er. Die dazugehörigen Systeme bilden eine technische Grundlage für die Onlineshops von Millionen Unternehmen.

Zu den zentralen Projekten gehörte Horizon, Shopifys neue Grundlage für Shop-Themes, sowie die dafür notwendigen Funktionen für die Plattform und den Editor.

Seit 2026 ist Stoiber Member of Technical Staff bei Open AI. Nach eigenen Angaben arbeitet er dort an Codex und Chat GPT – und damit an Produkten, die KI zunehmend in die Softwareentwicklung integrieren.

Parallel zu seiner operativen Laufbahn ist Stoiber als Angel Investor aktiv. Bislang beteiligte er sich an mehr als 22 Start-ups, sagt er, darunter Entwicklerplattformen wie „Fly.io“, Clerk, Raycast, Zed und Upstash.

Fotos: beigestellt

Forbes Editors

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