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Die weltgrößte Kryptobörse Binance ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Am 29. Oktober 2026 wurden Kryptowährungen im Wert von rund 6,3 Mrd. US-$ aus den Wallets des Unternehmens abgezogen. Laut Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs handelt es sich um den größten bekannten Krypto-Diebstahl bisher.
Der Angriff dürfte seinen Ausgang auf dem Laptop eines DevOps-Mitarbeiters genommen haben. Nach ersten Erkenntnissen von Binance konnten die Angreifer dadurch Zugriff auf einen internen Service-Container erlangen und nicht autorisierte Transaktionen auslösen. Im Zuge der weiteren Untersuchung entdeckte das Unternehmen zusätzliche Angriffspunkte. Ein Abfluss privater Wallet-Schlüssel wurde bislang nicht festgestellt.
Das FBI schrieb den Angriff der nordkoreanischen Hackergruppe TraderTraitor zu. Die Gruppe wird mit staatlich unterstützten Cyberoperationen aus Nordkorea in Verbindung gebracht und war bereits an früheren Angriffen auf Kryptounternehmen beteiligt.
Binance arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden, Blockchain-Analysefirmen und Emittenten von Stablecoins zusammen, um die gestohlenen Vermögenswerte aufzuspüren und einzufrieren. Am 30. Oktober meldete das Unternehmen, dass rund 3 Mrd. US-$ auf der Blockchain eingefroren worden seien. Die Auszahlungen wurden vorübergehend ausgesetzt und ab dem 1. November schrittweise wieder aufgenommen.
Die finanziellen Folgen für Binance sind erheblich. Das Unternehmen erklärte, die Verluste vollständig selbst zu tragen. Dafür stellte es mehr als 6,34 Mrd. US-$ aus Unternehmensmitteln bereit. Gleichzeitig kam es zu erheblichen Kapitalabflüssen: Kunden zogen nach der Wiederaufnahme der Auszahlungen netto rund 4,72 Mrd. US-$ von der Plattform ab.
Foto: Art Rachen