Bayerns Flughäfen übertreffen die 50-Mio.-Marke

Die Airports München, Nürnberg und Memmingen haben 2025 zusammen 51,6 Mio. Passagiere gezählt – erstmals seit der Pandemie wieder über 50 Mio. Wachstumstreiber sind vor allem internationale Verkehre; in München zusätzlich die Langstrecke.

Die drei internationalen Verkehrsflughäfen in Bayern kamen 2025 zusammen auf 51,6 Mio. Passagiere. Grundlage sind die veröffentlichten Jahreswerte von München (43,4 Mio.), Nürnberg (4,5 Mio.) und Memmingen (3.698.900). In Summe ergibt das 51.598.900 und damit gerundet 51,6 Mio. Passagiere.

Damit liegt Bayern wieder klar über der 50-Mio.-Schwelle, bleibt aber unter dem Vor-Corona-Referenzwert: Das Bayerische Landesamt für Statistik nennt für 2019 (München, Nürnberg, Memmingen) 53,7 Mio. Passagiere.

München meldet für 2025 43,4 Mio. Passagiere (+4,4% bzw. +1,8 Mio. gegenüber 2024; vorläufige Zahlen) sowie 337.450 Flugbewegungen (+3,1%). Im Frachtbereich weist der Airport 340.000 Tonnen Luftfracht aus (+10,4%); insgesamt lag das Luftfrachtaufkommen laut Mitteilung wieder über dem Vorkrisen-Niveau. Als Wachstumstreiber nennt München Europa- und Interkontinentalverkehr; der Langstreckenverkehr legte gegenüber 2024 um 8,5% zu.

Memmingen kommt 2025 auf 3.698.900 Passagiere (+14,09%) und 35.546 Flugbewegungen (+12,3%). Außerdem berichtet der Airport über steigende Beschäftigtenzahlen (von 388 auf 432).

Nürnberg erreicht 2025 erstmals 4,5 Mio. Passagiere und übertrifft damit den bisherigen Rekord aus 2018. Der Airport verknüpft das Rekordergebnis auch mit dem Ausbau touristischer Kapazitäten: Corendon Airlines stationiert ab Mai 2026 ein zweites Flugzeug in Nürnberg und will damit künftig bis zu 14 Direktverbindungen zu touristischen Zielen anbieten.

Neben Angebot und Preisen bleibt die Anbindung ein Basisfaktor: München ist u. a. per S-Bahn erreichbar, zugleich kommt ein relevanter Anteil der Passagiere mit dem Auto – und damit über Parkplätze als wichtiges Nebenbusiness.

Unternehmerisch entscheidend ist die Verteilung: München vereint auf Basis der genannten Jahreswerte rund 84% des bayerischen Passagieraufkommens, Nürnberg rund 9% und Memmingen rund 7%. Mit steigenden Passagierzahlen wächst damit auch der Hebel in Bereichen jenseits des Flugbetriebs – von Parken über Retail bis Gastro und Services – und der Druck, Prozesse und Infrastruktur zu skalieren. Ein Beispiel ist der Ausbau moderner CT-Technik an Sicherheitskontrollen in München; der Freistaat Bayern investiert dafür laut Airport mehr als 45 Mio. €.

Foto: Sora

 

 

 

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