Mit dem FORBES-NEWSLETTER bekommen Sie regelmässig die spannendsten Artikel sowie Eventankündigungen direkt in Ihr E-mail-Postfach geliefert.
Mit Bianco Berlin bündeln Pamela Reif und Younes Zarou ihre Kräfte zu einer gemeinsamen Agentur, die modernes und kulturelles Marketing unter einem Dach zusammenbringt. Nahezu 300 Gäste fanden sich am 10. April zu einem exklusiven Event im Delphi Filmpalast in Berlin ein, um mit den beiden ihren Meilenstein zu feiern und sich zum Status Quo und der Zukunft der Creator Economy auszutauschen.
Pamela Reif und Younes Zarou stehen im DACH-Raum für die Spitze der Creator Economy. Dabei haben die beiden nicht nur verstanden, wie man auf Social Media erfolgreich wird, sondern auch, sich unternehmerisch einen Namen zu machen.
Nun gehen die beiden einen Schritt weiter und fusionieren ihre beiden Agenturen zu einer gemeinsamen: Bianco Berlin. Um diesen Meilenstein zu feiern, lud Bianco gemeinsam mit Forbes zu einem exklusiven Event im Berliner Delphi Filmpalast ein. Knapp 300 geladene Gäste, darunter Content Creator wie Millane (millane,1,4 Mio. Follower auf Instagram) oder Toni Mahfud (tonimahfud, 2,9 Mio. Follower auf Instagram) und Unternehmer wie Bitpanda CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad sowie zahlreiche U30 Alumni fanden sich auf dem roten Teppich ein, um mit dem Duo ihr nächstes Kapitel aufzuschlagen.
BIANCO: Der neue Pop-Culture-Hub
Reif und Zarou war beiden relativ schnell klar, dass sie ihr Geld nicht nur mit Social Media verdienen wollen. “Für mich persönlich würde es im Alltag nicht ausreichen, mich nur auf Social Media zu konzentrieren. Ich würde mich damit nicht vollständig erfüllt fühlen. Ich habe viele unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten, und genau deshalb habe ich mir immer wieder neue Herausforderungen gesucht. Dabei habe ich schnell gemerkt, wie viel Freude mir das eigentlich macht”, so Reif im Eröffnungspanel mit Chefredakteur Klaus Fiala über ihr unternehmerisches Interesse, nachdem im Kinosaal der Trailer zu BIANCO abgespielt worden war. “Man erlebt im Leben immer wieder Hochphasen - aber nichts ist für immer. Irgendwann ebbt es ab. Umso wichtiger ist es, etwas Nachhaltiges aufzubauen. Und genau darin sehe ich den Wert von Unternehmertum”, ergänzte Zarou, der Reif zum ersten Mal beim Filmfestival in Cannes getroffen hatte.
Zunächst bei verschiedenen Agenturen involviert - Zarou gründete mit Maximilian Lange Totally, während Reif mit Houssein Ali Jaber die Creator Agentur Progress ins Leben rief - finden die vier mit BIANCO nun auch beruflich zusammen. „Bianco Berlin ist ein Pop-Culture-Hub”, so Lange, Co-Ceo von Bianco. „Es geht nicht mehr darum, wie viele Menschen man erreicht, sondern vielmehr, in welchen kulturellen Kontexten man als Creator und als Marke wahrgenommen wird.” „Das heißt, wir bringen modernes Marketing und kulturelles Marketing unter einem Dach zusammen. Das ist unsere Antwort auf einen Markt, der mit alten Kategorien nicht mehr zu erklären ist.”, ergänzt Jaber, Co-Ceo von Bianco.
Creator Economy im Wandel
Der Zusammenschluss der beiden Creator ist ein Phänomen für einen Markt, der lange Zeit unterschätzt wurde, doch längst aus seinen Kinderschuhen entschlüpft ist: Laut Goldman Sachs wird es bis 2030 über 100 Millionen Creator geben. Bereits 2027 soll das Volumen in der Creator Economy auf fast 500 Milliarden Dollar steigen. Gleichzeitig verändert sich durch neue Technologien die Art und Weise, wie Inhalte entstehen, verbreitet und konsumiert werden. Plattformen wie YouTube oder Instagram entwickeln sich kontinuierlich weiter und mit ihnen verändern sich auch die Möglichkeiten für Creator, aber ebenso die Erwartungen der Nutzenden. Daniel Bekele, Senior Strategic Partner Manager bei YouTube sprach im zweiten Panel des Abends über die spannendsten Veränderungen in der Creator Economy und was das für Plattformen, aber auch Creator bedeutet. „Die Creator Economy ist ein riesiger Markt, der immer weiter wächst. Nachhaltig daran teilzuhaben, ist entscheidend. Das entsteht unter anderem durch Vertrauen zu schaffen, aber auch durch Diversifizierung. Es ist wichtig, Nischen zu besetzen und dort eine Community aufzubauen.“, so Bekele.
Den Abschluss der Panels bildete Shivan Darouiche alias Badchieff. Der vielseitige Künstler mit dem ersten Plattenvertrag bei Cros Label Truworks Records gab seit 18 Monaten zum ersten Mal wieder ein Interview und gewährte Einblick in seine Entwicklung und seinen Durchbruch als Musiker, wie seine Familie ihn dabei geprägt hat und welche Rolle Social Media bei seiner Karriere spielt.
Nach dem offiziellen Programm setzte sich der Abend für eine kleinere, ausgewählte Runde, darunter Gäste wie etwa Lena Gercke, anschließend im Bunker West bei einem privaten Dinner fort, das mit künstlerischen Darbietungen wie etwa der Pianistin Suena begleitet wurde.
Text: Andrea Gläsemann, Klaus Fiala
Fotos: BDX Media