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Der Bitcoin-Kurs ist auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen gefallen. Auslöser sind die Quartalszahlen von Strategy und die Ankündigung des Unternehmens, Bitcoin im Wert von bis zu 5 Mrd. US-$ verkaufen zu wollen. Anleger reagieren mit Kursverlusten bei Bitcoin und der Strategy-Aktie.
Der Bitcoin ist am Freitag auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen gefallen. Die Kryptowährung verlor innerhalb von 24 Stunden 3,1 % und notierte zeitweise bei 62.498 US-$. Damit erreichte Bitcoin den tiefsten Stand seit dem 9. Juli.
Auslöser waren die aktuellen Quartalszahlen von Strategy, dem weltweit größten institutionellen Bitcoin-Halter. Das Unternehmen erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 122,4 Mio. US-$ und verfehlte damit knapp die Erwartungen der Analysten von 122,9 Mio. US-$. Gleichzeitig kündigte CEO Phong Le an, dass Strategy den Verkauf von Bitcoin im Wert von bis zu 5 Mrd. US-$ prüft. Mit dem Erlös sollen die Liquiditätsreserven gestärkt und unter anderem mögliche Aktienrückkäufe finanziert werden. Firmengründer Michael Saylor erklärte, dass das tatsächliche Verkaufsvolumen auch über den angekündigten 5 Mrd. US-$ liegen könnte.
843.775 Bitcoin im Wert von 63,8 Mrd. US-$
Strategy hält derzeit 843.775 Bitcoin. Zum 6. Juli bewertete das Unternehmen den Bestand mit einem Marktwert von 63,8 Mrd. US-$, was einem durchschnittlichen Wert von 75.476 US-$ je Bitcoin entspricht. Die Barreserven lagen zuletzt bei 1,4 Mrd. US-$ und damit deutlich unter dem Wert der Kryptowährungsbestände.
Die Börse reagierte unmittelbar auf die Ankündigung. Die Strategy-Aktie verlor am Freitag 7,3 % und liegt seit Jahresbeginn rund 42 % im Minus. Auch der Bitcoin geriet unter Druck. Investoren bewerten den geplanten Verkauf als Signal, dass selbst einer der größten institutionellen Bitcoin-Investoren seine Liquiditätsreserven stärken will.
Michael Saylor verteidigte die Strategie des Unternehmens und betonte, Strategy bleibe auf Bitcoin, eine disziplinierte Kapitalallokation und langfristige Wertschöpfung fokussiert. Analysten von JPMorgan sehen den Schritt dennoch positiv. Eine höhere Liquidität könne das Vertrauen der Investoren stärken und die finanzielle Flexibilität des Unternehmens verbessern.
Text: Ty Roush
Foto: Getty Images