Clever zum Glück

Wer sich ein Vermögen aufbauen und im Ruhestand entspannt zurücklehnen möchte, ist bei Juri Angermann an der richtigen Adresse: Mit Kleever gründete er eine Immobilienvermittlung mit einem Rundumservice – nicht nur vor, sondern auch nach dem Kauf. Doch damit nicht genug: Der Immobilieninvestor hat noch ganz andere Pläne in petto.

Eigentlich wollte Juri Angermann nicht ins Unternehmertum. Und eigentlich hätte er aufgrund seiner bisher erfolgreich getätigten Immo­bilieninvestments auch gar nicht mehr arbeiten müssen. Dennoch machte er sich 2018 mit der Immo­bilienvermittlung Kleever selbstständig – trotz oder gerade wegen seines Erfolgs. „Um aufzuhören, bin ich viel zu neugierig darauf, was man alles machen kann“, quittiert er Fragen dazu lachend. Und: „Ich möchte mein Wissen teilen und das, was ich ­mache, weitergeben.“

Das Klischee, Immobilien ­seien nur etwas für Reiche, führt Angermann weiter aus, sei immer noch in vielen Köpfen. „Aber da muss ich mir doch die Frage stellen, wie Reiche überhaupt reich geworden sind. Nicht, weil sie hart gearbeitet haben oder viele Sparbücher hatten – sie hatten nur 1 % mehr Mut, einen Schritt in eine andere Richtung zu gehen und zu investieren.“ Kleever will hierbei helfen. Denn sein Unternehmen ver­mittelt nicht nur zur Finanzierung der jeweiligen Person passende ­Immobilien (zum Eigengebrauch oder um passiven Cashflow zu generieren), sondern bietet nach dem Kauf diverse Serviceleistungen an: etwa Unterstützung bei Sonderfällen wie Mietausfall, eine jährliche Mitteilung über den Stand der Immo­bilie, Community-Veranstaltungen mit anderen Kunden, Hilfe beim Wiederverkauf oder eine Servicehotline für alle Fragen bezüglich der Immobilie.

„Diese Zusatzleistungen sind das, was uns von anderen Anbietern unterscheidet. Bei uns fängt nach dem Verkauf die Arbeit erst ­richtig an“, so Angermann. Der Erfolg spricht für ihn: Anfang 2018 gestartet, verdoppelte Kleever seinen Umsatz 2019 von 4,9 Millionen € auf 9,2 Millionen € fast. 2020 waren es 11,6 Millionen € – die Pandemie hat Kleevers Geschäft keinen Abbruch getan, ganz im Gegenteil: „Die Leute sind interessierter als je zuvor und machen sich mehr Gedanken über Immobilien. Denn sie haben im Zuge der Pandemie verstanden, dass das Geld auf der Bank nichts mehr wert ist. Wir können gerade jedoch keine Besichtigungen anbieten – sonst hätten wir deutlich mehr Umsatz“, sagt Angermann. Daher arbeitet er mit seinem Team auch daran, ­Lösungen zu finden, indem etwa Online­besichtigungen angeboten werden sollen.

Kleever fokussiert sich nicht auf Penthouses, Lofts oder Villen. Vielmehr geht es um mittelgroße Wohneinheiten bzw. Objekte, die vermietbar sind und sich im Umkreis von Metropolregionen befinden, aktuell im Rhein-Main-Gebiet. Auch eine von Immoscout getätigte Studie zeigt: Während sich die Pandemie auf den Markt der Büro- und Gewerbeimmobilien sowie Hotels auswirkt, trotzen Wohnobjekte bis dato der Krise. „Wir vermitteln keine großen Einheiten, sondern Zimmer­wohnungen zwischen 30 und 70 Quadratmetern; damit der Kunde weiß, er muss nicht selbst darin wohnen, sondern erhält eine Mieteinnahme, passend zu dem, was er investiert“, so Angermann.

Damit eine Immobilie den ­passenden Käufer findet, leistet Kleever einiges an Vorarbeit. Vor allem gilt es, herauszufinden, wofür die Immo­bilie gedacht ist – etwa zur Altersvorsorge oder dafür, nach fünf bis zehn Jahren passiven Cashflow zu generieren –, und die passende Finanzierung aufzusetzen. „Wenn man von seinem Nettolohn 20 % auf die Seite packen und davon 50 % in Immobilien investieren kann, ist das gut“, so Angermann.

Juri Angermann
... Ehemals als Vertriebler tätig, leitete Juri Angermann mit Geschäftskollegen eine eigene Finanzdienstleistungsfirma, bevor er sich 2018 mit Kleever selbstständig machte.

Durch bestimmte Modelle hat der Kunde sogar kaum Eigen­belastung. Geht es nach Angermann, sollte man sich bereits mit einem Nettolohn von 1.800 € mit Immobilieninvestments ausein­an­dersetzen. Zudem: „Viele fokussieren sich immer auf das, was sie monatlich bezahlen müssen. Doch eine Immobilie hat viel mehr als nur eine Ist-Rendite, nämlich auch eine Wertsteigerungs- und Eigenkapitalrendite, sprich: Was für einen Gewinn erzielt sie in zehn Jahren?“

Provision zahlt ein Käufer bei Kleever übrigens keine, diese stellt das Unternehmen dem Verkäufer der Immobilie in Rechnung. Für Angermann steht fest: „Meines Erachtens gibt es nichts Sichereres als das Grundbuch – nicht zu wohnen geht nicht. Wenn das einmal verstanden ist, denken unsere Kunden schnell an eine zweite oder dritte Immobilie“, sagt Angermann. So waren bei Kleever 2020 etwa 50 % der Kunden bereits bestehende.

Angermann ist in Hausach im Kinzigtal aufgewachsen, hat eine Banklehre absolviert und war anschließend zuerst als Banker, dann über zehn Jahre als Vertriebler tätig, zuletzt bei einer ­eigens mit Geschäftskollegen gegründeten Finanzdienstleistungsfirma. Es lief gut – doch Angermann hatte 2017 schließlich genug davon: „Ich wollte den Druck nicht mehr stehen und vom Vertrieb auch nichts mehr wissen, da dort nur noch Provisionen hinterhergelaufen wurde.“

Also beschloss er, sich eine Auszeit zu nehmen – und eigentlich auch, dem Unternehmertum den Rücken zu kehren. Doch es sollte anders kommen: Aufgrund seiner Kenntnisse und der Tatsache, dass er bereits selbst Immobilien besaß, wurde er von anderen nach Ratschlägen bezüglich Immobilienkauf und -verkauf gefragt. Deshalb und aufgrund seines Netzwerks folgte kurz darauf der Entschluss, Kleever zu gründen. 2018 ging das Unternehmen schließlich an den Markt und entwickelt sich seither stetig weiter.

So etablierte das Unternehmen zudem etwa die Kleever-Akademie – eine Art Ausbildungsprogramm für Branchenfremde, um bei Kleever und im Immobiliensektor Fuß fassen zu können. „Wir lehren dort die Grundlagen, führen hinter die Kulissen und gehen mit den Teilnehmern in die Umsetzung“, so Angermann. Die Akademie ist kostenfrei, lediglich die Selbstkosten für Unterkunft und Verpflegung zahlen die Teilnehmer selbst. Aufgrund der Pandemie findet das Programm aktuell digital statt.

Die Einstellung zu Immobilien hängt ­davon ab, woher Menschen kommen und wie sie sich weiterbilden.

Das Unternehmen hat Niederlassungen in Frankfurt am Main, Heilbronn und zwei im Schwarzwald in Achern und Kippenheim – zudem habe man bereits ein Büro in Stuttgart eröffnet und möchte sich von Frankfurt aus weiter vergrößern. Aktuell steht bis 2022 die Erschließung der sieben größten Metropolregionen in Deutschland auf dem Plan. „Investments in Deutschland sind bisher der sicherste Hafen“, so Angermann.

Parallel zu seinen bisherigen Aktivitäten arbeitet er gerade daran, sein Konzept als Franchisesystem für Kleever aufzuziehen, bis Mitte/Ende 2022 will man damit in den Markt gehen. Das tiefgreifendste Projekt findet derzeit aber auf einer ganz anderen Ebene statt und soll ein grundlegendes Verständnis von Geldanlagen bereits bei Kindern im Grundschulalter formen: eine Kleever-Schule. „Die Einstellung zu Immobilien hängt davon ab, woher Menschen kommen und wie sie sich weiterbilden. Wenn beispielsweise die eigenen Eltern immer bei der Sparkasse waren, dann ist doch klar, dass ich als junger Mann ebenfalls mein Konto dort habe“, so Angermann.

Deshalb: „Meine Vision ist es, dass Kinder von Grund auf lernen, wie man mit Geld umgeht, was Steuern sind oder warum Immobilien so attraktiv sind.“ Das Konzept zur Schule wird noch dieses Jahr vor­bereitet. Der Plan sieht vor, das Projekt zuerst mit 200 Bestands­kunden bzw. deren Kindern ab der vierten Klasse umzusetzen. „Ab diesem Alter wird es spannend“, erzählt Angermann weiter. „Denn meine zehnjährige Tochter fragt aktuell viel nach – warum ich selbstständig bin, warum ich das mache, was ich tue, und so weiter. Kinder sollen nicht nur lernen, wie sie für andere arbeiten, sondern wie sie für sich selbst arbeiten. Das ist ein tolles Projekt, und da liegt viel Arbeit vor uns.“

Text: Andrea Gläsemann
Fotos: Martin Pötter

Dieses Advertorial erschien in unserer Januar/Februar-Ausgabe 2021 „Innovation & Forschung“.

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