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Vertragsarbeit war lange vor allem eine Frage der Kapazität. Mit genügend Jurist:innen, Einkäufer:innen und Compliance-Verantwortlichen konnten Verträge in akzeptabler Zeit geprüft, verhandelt und abgeschlossen werden.
Dieses Modell stößt schnell an seine Grenzen, weil Vertragsvolumen, Komplexität und regulatorische Anforderungen schneller wachsen, als Rechtsabteilungen, Einkauf und Compliance personell skalieren können.
Contract AI verändert diese Gleichung grundlegend. Systeme, die nach klar definierten Standards arbeiten, übernehmen die eindeutigen Fälle und leiten komplexere Fälle an Legal weiter. So widmet sich die Rechtsabteilung nur noch Fällen, bei denen echtes Urteilsvermögen gefragt ist.
Eine neue Art zu arbeiten: agentisch und dialogbasiert
Die agentische Welt der Vertragsarbeit funktioniert anders als klassische Software. Sie beginnt nicht mit starren Masken, Pflichtfeldern und Prozesslogiken, sondern mit einer Frage:
- Ein Einkäufer lädt einen Lieferantenvertrag hoch und fragt: Welche Klauseln weichen von unserem Standard ab, und wie kritisch sind sie? Der AI Contract Review Agent prüft den Vertrag gegen die hinterlegten Unternehmensstandards, ordnet Abweichungen nach Risiko ein und liefert eine strukturierte Einschätzung. Nicht mit einer generischen Checkliste, sondern auf Basis der eigenen Vertragslogik des Unternehmens.
- Eine Compliance-Verantwortliche fragt den Legal Agent, ob ein bestimmter Vertragstyp die aktuellen CSRD-Anforderungen abdeckt. Sie erhält keine Trefferliste aus einer Wissensdatenbank, sondern eine kontextbezogene Antwort, die den eigenen Vertragsbestand und die definierten Unternehmensstandards berücksichtigt.
- Ein Jurist arbeitet mit dem Contract Playbook Agent an einem neuen Rahmenvertrag. Er gibt Vertragstyp, Risikoappetit und bevorzugte Klauseln vor. Das System erstellt daraus einen strukturierten Entwurf, den er direkt weiterentwickeln kann. Was früher Wochen dauern konnte, wird zu einem Prozess von Stunden.
Auch im Verhandlungsprozess verändert sich die Arbeit. Der Verhandlungs-Agent analysiert Gegenvorschläge: Welche Änderungen sind akzeptabel? Welche liegen außerhalb des definierten Rahmens? Wo braucht es eine Entscheidung durch Legal? Die Verhandlung wird schneller, weil die Einschätzung nicht erst angefordert werden muss, sondern unmittelbar aus den definierten Standards entsteht.
Contract Management hält das Ergebnis zusammen: Vertragsstand, Versionen, Zuständigkeiten, Fristen und Signatur liegen an einem Ort — vollständig nachvollziehbar.
Geschwindigkeit ist das Ergebnis, nicht das Ziel
Was diese agentische Arbeitsweise auszeichnet, ist nicht primär Geschwindigkeit. Es ist Passgenauigkeit. Jede Frage, jeder Vertrag, jede Rolle erhält eine Antwort, die auf die eigene Situation zugeschnitten ist: nicht auf einen generischen Marktstandard, sondern auf die internen Standards, die Risikoposition und die Vertragshistorie des jeweiligen Unternehmens.
Legal, Einkauf und Compliance arbeiten dabei nicht mit derselben Maske und denselben Antworten. Sie arbeiten mit demselben System, stellen aber unterschiedliche Fragen und erhalten Antworten, die zu ihrer Aufgabe passen.
Der Einkauf will wissen, ob ein Vertrag unterschriftsreif ist. Legal will wissen, wo Risiken liegen und welche Position in der Verhandlung gilt. Compliance will wissen, ob regulatorische Anforderungen erfüllt sind. Contract AI verbindet diese Perspektiven, ohne sie in einen Einheitsprozess zu zwingen.
Skalierung braucht Regeln: Contract AI mit unternehmensinternen Standards
So intuitiv diese neue Arbeitsweise wirkt, so klar ist ihre Voraussetzung: Ein System, das im Namen eines Unternehmens arbeitet, muss wissen, nach welchen Regeln es arbeitet. Geschwindigkeit ohne Governance ist ein unkontrolliertes Risiko.
Das bedeutet konkret: Die KI darf nicht gegen allgemeine Marktmuster prüfen. Sie muss gegen definierte Unternehmensstandards arbeiten. Sie muss wissen, welche Klauseln akzeptabel sind, und welche abgelehnt werden. Außerdem muss die Contract AI erkennen, welche Klauseln eine menschliche Entscheidung erfordern.
Und sie muss transparent machen, wie zuverlässig sie diese Standards anwendet. Nicht als Black Box, die ein Ergebnis ausgibt, sondern als System, dessen Qualität sichtbar und steuerbar ist.
KI-Qualität als Systemvoraussetzung: Legartis Contract AI
Legartis hat dafür ein eigenes KI-Qualitätssystem entwickelt. Die Grundlage bilden Legal Best Practices, unternehmensspezifische Contract Playbooks und die definierten Risikostandards des jeweiligen Unternehmens.
Für jede Anforderung wird sichtbar, wie zuverlässig die KI arbeitet. Rechtsabteilungen, Einkauf und Compliance erhalten transparente Qualitätswerte und können nachvollziehen, wie konsistent die KI ihre Standards anwendet.
Diese Qualität bleibt nicht statisch. Über Feedback Loops und gezieltes User Tuning wird die KI kontinuierlich an die Anforderungen des Unternehmens angepasst. Sie wird nicht einmal eingerichtet und dann sich selbst überlassen. Sie bleibt steuerbar — durch die Menschen, die mit ihr arbeiten.
Das Ergebnis ist ein System, das nicht nur automatisiert, sondern seine eigene Verlässlichkeit sichtbar macht. Für Rechtsabteilungen, die KI produktiv in juristische Prozesse integrieren wollen, ist das kein Detail. Es ist die Voraussetzung dafür, dass KI-gestützte Entscheidungen überhaupt skalieren können.
Die Infrastruktur, die das Ganze trägt: Contract AI von Legartis
Der Legartis Legal Workspace verbindet zahlreiche Anwendungen in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung: Legal AgentReview AgentContract Playbook AgentVerhandlungs-AgentContract Management
- Legal Agent
- Review Agent
- Contract Playbook Agent
- Verhandlungs-Agent
- Contract Management
Statt einer Sammlung einzelner Tools erhält Ihr Unternehmen ein System, in dem juristisches Wissen unternehmensweit nutzbar wird. Die Fragen von Legal, Einkauf und Compliance sind unterschiedlich, die KI antwortet aber auf derselben Grundlage.
Legartis betreibt diese Infrastruktur in der Schweiz und Europa, DSGVO-konform und ausgerichtet auf die Anforderungen des EU AI Act. Vertragsdaten gehören zu den sensibelsten Informationen eines Unternehmens. Wo sie liegen, wer darauf zugreifen kann und wie ihre Verarbeitung kontrolliert wird, ist eine Governance-Entscheidung, die auf Vorstandsebene gehört.
Die agentische Welt der Vertragsarbeit ist keine ferne Zukunftsvision. Sie ist heute verfügbar — für Unternehmen, die bereit sind, Vertragsarbeit nicht nur schneller, sondern grundlegend anders zu organisieren.
Häufige Fragen zu Contract AI
Wie funktioniert agentische Vertragsarbeit mit Contract AI?
Agentische Vertragsarbeit beginnt nicht mit starren Masken, sondern mit einer Frage. Nutzer:innen laden einen Vertrag hoch und fragen etwa, welche Klauseln vom Standard abweichen. Der zuständige KI-Agent prüft, ordnet Abweichungen nach Risiko ein und antwortet kontextbezogen. Contract AI verlagert Routinearbeit in Systeme und lässt Menschen dort entscheiden, wo echtes Urteilsvermögen gefragt ist.
Wie prüft Contract AI Verträge gegen interne Standards?
Contract AI prüft nicht gegen allgemeine Marktmuster, sondern gegen definierte Unternehmensstandards. Grundlage sind hinterlegte Contract Playbooks, akzeptierte und abgelehnte Klauseln sowie die individuelle Risikoposition. Der Review Agent erkennt Abweichungen, ordnet sie nach Kritikalität ein und markiert, welche Klauseln eine menschliche Entscheidung erfordern. So entsteht eine Einschätzung, die auf die eigene Vertragslogik zugeschnitten ist, nicht auf eine generische Checkliste. Passgenauigkeit statt Standardantwort ist dabei das eigentliche Ergebnis.
Wie unterscheidet sich Contract AI von klassischer Vertragssoftware?
Klassische Vertragssoftware arbeitet mit Pflichtfeldern, festen Masken und starrer Prozesslogik. Contract AI funktioniert dialogbasiert: Man stellt eine Frage und erhält eine kontextbezogene Antwort aus dem eigenen Vertragsbestand. Antworten orientieren sich an internen Standards, Risikoposition und Vertragshistorie statt an einem generischen Marktstandard. Zudem macht das System sichtbar, wie zuverlässig es diese Standards anwendet, statt als Black Box ein Ergebnis auszugeben.
Wie wird die KI-Qualität bei der Vertragsprüfung sichergestellt?
Legartis hat ein eigenes KI-Qualitätssystem entwickelt. Grundlage sind Legal Best Practices, unternehmensspezifische Contract Playbooks und definierte Risikostandards. Für jede Anforderung wird sichtbar, wie zuverlässig die KI arbeitet, sodass Legal, Einkauf und Compliance transparente Qualitätswerte erhalten. Über Feedback Loops und gezieltes User Tuning wird die KI kontinuierlich angepasst. Sie bleibt steuerbar durch die Menschen, die mit ihr arbeiten, statt einmal eingerichtet und dann sich selbst überlassen zu werden. So wird Verlässlichkeit messbar.
Wie sicher sind Vertragsdaten im Legartis Vertragsmanagement?
Im Legartis Vertragsmanagement liegen Vertragsstand, Versionen, Zuständigkeiten, Fristen und Signatur an einem Ort, vollständig nachvollziehbar. Die Infrastruktur wird in der Schweiz und Europa betrieben, DSGVO-konform und am EU AI Act ausgerichtet.
Impressum
Legartis Technology AG
Hohlstrasse 216
8004 Zurich
Switzerland
info@legartis.ai
+41 76 296 05 18
Disclaimer
Legartis AG, Zürich. Gegründet 2017. Legartis entwickelt Legal AI für Unternehmen, die Vertragsarbeit standardisieren, beschleunigen und skalierbar machen wollen.