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Elon Musk ist laut Forbes der erste Billionär der Weltgeschichte. Während die Vermögen vieler Tech-Milliardäre im Juni deutlich unter Druck gerieten, baute der SpaceX-Gründer seinen Vorsprung an der Spitze der Weltrangliste weiter aus.
Elon Musk wurde im Juni als erste Person der Geschichte zum Billionär. Ausschlaggebend war der Börsengang von SpaceX, der sein Vermögen innerhalb von nur 30 Tagen um geschätzte 218 Mrd. US-$ steigen liess. Zum 1. Juli um 00:00 Uhr Eastern Time bezifferte Forbes Musks Vermögen auf 1,053 Bio. US-$.
Für die übrigen Mitglieder der Top Ten verlief der Monat deutlich weniger erfolgreich. Gemeinsam verloren sie 181 Mrd. US-$ an Vermögen. Auslöser war vor allem die Schwäche der Technologiewerte: Der Nasdaq gab im Juni um knapp 3 % nach und verlor damit fast dreimal so stark wie der S&P 500, der rund 1 % einbüsste.
Musk verfügt inzwischen über ein Vermögen, das mehr als dreieinhalbmal so hoch ist wie jenes des zweitplatzierten Larry Page. Der Google-Mitgründer verlor im Juni geschätzte 18 Mrd. US-$ und kommt noch auf 291 Mrd. US-$. Auch Sergey Brin musste Einbussen hinnehmen. Sein Vermögen sank um geschätzte 16 Mrd. US-$ auf 269 Mrd. US-$. Trotz der Kursverluste behaupteten beide ihre Plätze zwei und drei im Forbes-Ranking.
Jeff Bezos verteidigte Rang vier, obwohl sein Vermögen um geschätzte 28 Mrd. US-$ auf 249 Mrd. US-$ zurückging. Verantwortlich dafür war der Kursrückgang der Amazon-Aktie um 12 %. Damit verzeichnete Bezos den zweithöchsten Vermögensverlust des Monats.
Am stärksten traf es Larry Ellison. Nachdem der Oracle-Mitgründer im Mai noch der grösste Gewinner gewesen war und sein Vermögen um geschätzte 71 Mrd. US-$ zugelegt hatte, kehrte sich die Entwicklung im Juni um. Die Oracle-Aktie verlor 35 %, wodurch Ellisons Vermögen um geschätzte 84 Mrd. US-$ auf 192 Mrd. US-$ schrumpfte. Ellison, der Anfang Juni zwischenzeitlich noch der zweitreichste Mensch der Welt gewesen war, fiel von Rang fünf auf Rang sieben zurück. Davon profitierten Michael Dell und Mark Zuckerberg, die jeweils einen Platz gutmachten und nun auf den Rängen fünf beziehungsweise sechs liegen. Auch Zuckerberg musste jedoch deutliche Einbussen hinnehmen: Sein Vermögen sank um geschätzte 24 Mrd. US-$ auf 194 Mrd. US-$, nachdem die Meta-Aktie um 11 % nachgegeben hatte.
Michael Dells Vermögen verringerte sich vergleichsweise moderat um geschätzte 9 Mrd. US-$ auf 235 Mrd. US-$. Während die Aktie von Dell Technologies um 3 % zulegte, verlor Broadcom 15 %. Broadcom hatte 2023 den Cloud-Software-Anbieter VMware übernommen, der zuvor von Dell Technologies abgespalten worden war.
Bernard Arnault, Chairman und CEO des Luxusgüterkonzerns LVMH, behauptete Rang neun. Der Franzose war neben Elon Musk das einzige Mitglied der Top Ten, dessen Vermögen im Juni nicht zurückging. Es blieb unverändert bei geschätzten 147,9 Mrd. US-$.
Steve Ballmer schied im Juli aus den Top Ten aus. Das Vermögen des früheren Microsoft-CEO verringerte sich um geschätzte 20 Mrd. US-$ auf 121 Mrd. US-$, nachdem die Microsoft-Aktie 17 % verloren hatte. Ballmer fiel damit von Rang zehn auf Platz 15. Bill Gates liegt laut Forbes mit einem geschätzten Vermögen von 106 Mrd. US-$ derzeit auf Rang 19.
Den zehnten Platz übernahm Warren Buffett. Sein Vermögen stieg um geschätzte 8 Mrd. US-$ auf 147,8 Mrd. US-$, nachdem die Aktie von Berkshire Hathaway um 5 % zulegen konnte. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt Buffett durch einen Bericht des Wall Street Journal. Demnach will er seine jährliche Spende von Berkshire-Aktien an die Gates Foundation erst freigeben, nachdem eine Überprüfung der Verbindungen der Stiftung zu Jeffrey Epstein abgeschlossen ist.
Forbes erfasst die Vermögen der Milliardäre weltweit seit 1987. Für die jährliche Liste im März 2026 wurden 3.428 Milliardäre gezählt. Die zehn reichsten Menschen der Welt verfügten zum 1. Juli 2026, 00:00 Uhr Eastern Time, zusammen über ein Vermögen von geschätzten 2,951 Bio. US-$. Das entspricht einem Anstieg von 37 Mrd. US-$ gegenüber dem Vormonat.
Da sich Aktienkurse laufend verändern, schwanken auch die Vermögen der Milliardäre täglich. Forbes bildet diese Entwicklung fortlaufend in der Real-Time Billionaires List ab.
10. Warren Buffet
Vermögen: 147,9 Mrd. US-$ – unverändert gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: LVMH
Alter: 77
Wohnsitz: Paris, Frankreich
Staatsbürgerschaft: Frankreich
Warren Buffett, bekannt als „Oracle of Omaha“, zählt zu den erfolgreichsten Investoren aller Zeiten. Der Sohn eines US-Kongressabgeordneten kaufte bereits im Alter von 11 Jahren seine ersten Aktien und reichte mit 13 erstmals eine Steuererklärung ein.
Ende Dezember zog sich Buffett als CEO von Berkshire Hathaway zurück, bleibt dem Konzern jedoch als Chairman erhalten. Berkshire besitzt zahlreiche Beteiligungen, darunter die Versicherung Geico, den Batteriehersteller Duracell und die Restaurantkette Dairy Queen.
2010 gründete Buffett gemeinsam mit Bill Gates und Melinda French Gates die „Giving Pledge“-Initiative. Ziel ist es, dass Milliardäre mindestens die Hälfte ihres Vermögens spenden. Buffett selbst hat angekündigt, 99 % seines Vermögens zu spenden. Bisher flossen rund 68 Mrd. US-$ in wohltätige Zwecke, überwiegend über die Gates Foundation sowie Stiftungen seiner Kinder und die Stiftung seiner verstorbenen ersten Ehefrau.
Laut Wall Street Journal wird Buffett seine jährliche Midyear-Spende von Berkshire-Aktien an die Gates Foundation erst nach Abschluss einer Überprüfung der Verbindungen der Organisation zu Jeffrey Epstein vornehmen.
9. Bernard Arnault
Vermögen: 147,9 Mrd. US-$ – unverändert gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: LVMH
Alter: 77
Wohnsitz: Paris, Frankreich
Staatsbürgerschaft: Frankreich
Bernard Arnault ist Chairman und CEO des Luxusgüterkonzerns LVMH. Sein Vater machte im Baugeschäft ein Vermögen, mit dem Arnault seinen Einstieg finanzierte: Er nutzte rund 15 Mio. US-$, um Christian Dior zu übernehmen.
Aus diesem Start entwickelte er den heute weltweit größten Luxuskonzern mit rund 75 Marken aus Mode, Kosmetik und Spirituosen. Zum Portfolio zählen unter anderem Louis Vuitton, Christian Dior, Moët & Chandon, Sephora sowie der Juwelier Tiffany & Co.
Auch die nächste Generation ist eng in das Unternehmen eingebunden. Alle fünf Kinder von Arnault arbeiten in unterschiedlichen Bereichen des LVMH-Imperiums. 2024 nominierte er zwei seiner Söhne, Alexandre und Frédéric, in den Verwaltungsrat. Alexandre wurde zudem stellvertretender CEO der Wein- und Spirituosensparte. Tochter Delphine leitet Dior und ist ebenso wie Sohn Antoine bereits im Board vertreten. Frédéric übernahm die Leitung der Familienholding, während der jüngste Sohn Jean im Uhrensegment von Louis Vuitton tätig ist.
Arnault führte die Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt im ersten Halbjahr 2023 sowie erneut von Februar bis Mai 2024 an.
8. Jensen Huang
Vermögen: 173 Mrd. US-$ – minus 9 Mrd. US-$ gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: Halbleiter
Alter: 63
Wohnsitz: Los Altos, Kalifornien
Staatsbürgerschaft: USA
Jensen Huang gründete Nvidia im Jahr 1993 gemeinsam mit zwei Partnern und ist seitdem durchgehend als CEO und President tätig. Er hält rund 3 % am Unternehmen, das er 1999 an die Börse brachte.
Unter seiner Führung entwickelten sich die GPUs von Nvidia zunächst zum Standard im Gaming-Segment und später zur zentralen Infrastruktur im Bereich Künstliche Intelligenz. Im Oktober überschritt Nvidia zeitweise als erstes Unternehmen der Geschichte eine Marktkapitalisierung von 5 Bio. US-$, bevor es zuletzt wieder Teile dieser Bewertung abgab.
Huang wurde in Taiwan geboren und zog als Kind nach Thailand. Aufgrund politischer Unruhen in der Region schickte seine Familie ihn und seinen Bruder in die USA.
7. Larry Ellison
Vermögen: 192 Mrd. US-$ – minus 84 Mrd. US-$ gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: Oracle
Alter: 81
Wohnsitz: Manalapan, Florida
Staatsbürgerschaft: USA
Im vergangenen August schloss sich Larry Ellison mit seinem Sohn David zusammen, um die Fusion von Paramount und dessen Produktionsfirma Skydance Media voranzutreiben. Nun wagt das Vater-Sohn-Duo einen deutlich größeren Schritt: Paramount will den Medienkonzern Warner Bros. Discovery für 111 Mrd. US-$ übernehmen.
Sollten die Behörden den Deal genehmigen, entstünde einer der größten Medienkonzerne der Geschichte. CBS und CNN würden unter einem Dach vereint, HBO Max und Paramount+ zusammengeführt sowie Warner Bros. und Paramount Pictures künftig zum selben Mutterkonzern gehören. Neben seinem Technologie- und Immobilienvermögen würde Ellison damit erheblichen Einfluss auf die US-Medienlandschaft gewinnen.
Ellison, Mitgründer, Chairman und Chief Technology Officer von Oracle, lebt inzwischen offiziell in Manalapan im US-Bundesstaat Florida – rund 20 Autominuten von Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago entfernt. Zuvor war er viele Jahre in Kalifornien ansässig. Zudem besitzt er den Großteil der hawaiianischen Insel Lanai, deren Wert auf mehr als 1 Mrd. US-$ geschätzt wird.
Den Großteil seines Vermögens verdankt Ellison weiterhin Oracle, dem Softwarekonzern, den er 1977 mitgründete. Oracle gehörte außerdem zu einem Konsortium, das im Jänner das US-Geschäft von TikTok in einer Transaktion mit einer Unternehmensbewertung von 14 Mrd. US-$ übernahm.
Mitte September war Ellison kurzzeitig erst die zweite Person überhaupt mit einem Vermögen von mehr als 400 Mrd. US-$. Zeitweise fehlten ihm weniger als 40 Mrd. US-$ auf Elon Musk. Auslöser waren optimistische Umsatzprognosen von Oracle für das Cloud-Infrastrukturgeschäft, das insbesondere vom KI-Boom profitiert. Die Oracle-Aktie sprang daraufhin an einem einzigen Handelstag um 36 % nach oben. Seitdem hat sie jedoch – trotz einer jüngsten Erholung – mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.
6. Mark Zuckerberg
Vermögen: 194 Mrd. US-$ – minus 24 Mrd. US-$ gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: Meta (Facebook)
Alter: 42
Wohnsitz: Palo Alto, Kalifornien
Staatsbürgerschaft: USA
Mark Zuckerberg gründete Facebook 2004 während seines Studiums an der Harvard University. Das Unternehmen, das heute unter dem Namen Meta firmiert, entwickelte sich zum weltweit größten sozialen Netzwerk mit mehreren Milliarden Nutzern. Zu Meta gehören außerdem Instagram und WhatsApp, die beide übernommen und anschließend deutlich ausgebaut wurden. Zuckerberg ist weiterhin CEO des Konzerns und hält rund 13 % der Unternehmensanteile.
Im Oktober saß er bei den „Innovator of the Year Awards“ des Wall Street Journal im Publikum, als seine Ehefrau Priscilla Chan für ihr gemeinsames philanthropisches Engagement im Bereich der Heilung und Prävention von Krankheiten ausgezeichnet wurde. Während der Veranstaltung richtete Sängerin Billie Eilish eine provokante Frage an das Publikum: „Wenn du Milliardär bist, warum bist du Milliardär?“
Im Februar wurden Zuckerberg und Chan in der ersten Reihe der Prada-Modenschau in Mailand fotografiert. Berichten zufolge arbeiten Meta und Prada gemeinsam an der Entwicklung hochwertiger Smart Glasses.
5. Michael Dell
Vermögen: 235 Mrd. US-$ – minus 9 Mrd. US-$ gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: Dell Technologies
Alter: 61
Wohnsitz: Austin, Texas
Staatsbürgerschaft: USA
Michael Dell begann seine Unternehmerkarriere im Alter von 19 Jahren. Aus seinem Studentenwohnheim an der University of Texas verkaufte er Computer und erzielte bereits am Ende seines ersten Studienjahres einen Umsatz von 80.000 US-$. Heute ist er Chairman und CEO von Dell Technologies. Das Unternehmen entstand 2016 durch die rund 60 Mrd. US-$ schwere Fusion von Dell mit dem Datenspeicher-Spezialisten EMC.
Er brachte sein Unternehmen 1988 an die Börse, nahm es 2013 gemeinsam mit der Private-Equity-Gesellschaft Silver Lake Partners wieder von der Börse und führte es Ende 2018 im Rahmen einer komplexen finanziellen Restrukturierung erneut an den Kapitalmarkt zurück. Die Cloud-Software-Sparte VMware wurde 2021 abgespalten. 2023 übernahm der Halbleiterkonzern Broadcom das Unternehmen für 69 Mrd. US-$. Rund 39 % des Kaufpreises entfielen auf Michael Dell.
4. Jeff Bezos
Vermögen: 249 Mrd. US-$ (minus 28 Mrd. US-$ im Vergleich zum Vormonat)
Quelle: Amazon
Alter: 62 Jahre
Wohnort: Miami, Florida
Staatsbürgerschaft: USA
In einem ausführlichen Interview im Mai äußerte sich Amazon-Gründer Jeff Bezos unter anderem zur Steuerpolitik. Er sprach sich dafür aus, dass die untere Hälfte der Einkommensbezieher überhaupt keine Steuern zahlen sollte. Außerdem gab er erste Einblicke in sein neues KI-Start-up Prometheus.
Bezos ist Co-CEO des Unternehmens, das einen „Artificial General Engineer“ entwickelt. Die Technologie soll es Ingenieuren deutlich erleichtern, physische Produkte zu entwerfen. Im Juni teilte Prometheus mit, eine Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von 41 Mrd. US-$ abgeschlossen zu haben. Forbes konnte bislang jedoch weder den Anteil von Bezos am Unternehmen noch die Höhe seiner persönlichen Investition unabhängig bestätigen. Es ist seine erste operative Führungsrolle seit seinem Rückzug als CEO von Amazon im Juli 2021.
Bezos gründete Amazon 1994 und ist bis heute Executive Chairman des Unternehmens. Im selben Monat, in dem er den CEO-Posten abgab, flog er mit einer Rakete seines Raumfahrtunternehmens Blue Origin ins All. Blue Origin wurde von Bezos gegründet und über Jahre mit Milliardenbeträgen finanziert.
Vor der Gründung von Amazon in seiner Garage in Seattle arbeitete Bezos als Jugendlicher bei McDonald's, absolvierte sein Studium an der Princeton University und begann anschließend beim Hedgefonds D.E. Shaw in New York. Dort lernte er auch seine spätere Ehefrau MacKenzie Scott kennen.
Amazon startete als Online-Buchhändler – zu einer Zeit, als nur wenige Menschen Waren im Internet kauften. Später entwickelte sich das Unternehmen zum Marktführer im Cloud-Geschäft und baute mit Amazon Prime Video auch ein eigenes Film- und Serienangebot auf.
Von 2018 bis 2021 führte Bezos die Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt an. 2022 belegte er Platz zwei, von 2023 bis 2025 Rang drei und in der Forbes-Rangliste 2026 Platz vier.
2019 ließen sich Bezos und MacKenzie Scott scheiden. Im Rahmen der Einigung erhielt Scott 4 % der Amazon-Aktien, während Bezos zunächst 12 % behielt. Seither hat er weitere Anteile verkauft oder verschenkt und hält heute rund 8 % des Unternehmens. Seit dem Börsengang von Amazon im Jahr 1997 hat Bezos nach Berechnungen von Forbes Aktien im Wert von mehr als 49 Mrd. US-$ verkauft. Über seine Investmentgesellschaft Bezos Expeditions investierte er zudem unter anderem in Airbnb und den Softwareanbieter Workday.
3. Sergey Brin
Vermögen: 269 Mrd. US-$ – minus 16 Mrd. US-$ gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: Google
Alter: 52
Wohnsitz: Los Altos, Kalifornien
Staatsbürgerschaft: USA
Während Page ein auffallend zurückgezogenes Profil pflegt, ist Brin wieder stärker in die KI-Strategie von Alphabet eingebunden. 2024 kehrte er aus dem teilweisen Ruhestand zurück, um Änderungen am KI-Chatbot Gemini von Google einzureichen. Als das Modell im Dezember desselben Jahres veröffentlicht wurde, wurde Brin als „Core Contributor“ genannt.
Wie sein Mitgründer sitzt Brin im Board von Alphabet, der Muttergesellschaft von Google, und bleibt kontrollierender Aktionär. Ende November meldete Brin eine Schenkung von Alphabet-Aktien im Wert von 1,1 Mrd. US-$ – fast vollständig an seine Non-Profit-Organisation Catalyst4, die sich auf Erkrankungen des zentralen Nervensystems und den Klimawandel konzentriert.
Brin, der Berichten zufolge Häuser in Malibu und auf der Nevada-Seite des Lake Tahoe gekauft hat, unterstützt offenbar eine kalifornische Non-Profit-Organisation, die Wohnen leistbarer machen will. Parallel dazu prüft Kalifornien die Idee einer neuen Vermögenssteuer für Superreiche.
2. Larry Page
Vermögen: 291 Mrd. US-$ – minus 18 Mrd. US-$ gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: Google
Alter: 53
Wohnsitz: Palo Alto, Kalifornien
Staatsbürgerschaft: USA
Page hat einen langen Weg hinter sich: Heute ist er der zweitreichste Mensch der Welt – und die dritte Person überhaupt, deren Vermögen mindestens 300 Mrd. US-$ erreichte. Diese Marke überschritt er im April, bevor sein Vermögen im Juni wieder knapp unter 300 Mrd. US-$ fiel. Als Forbes die World’s Billionaires List 2025 im März des Vorjahres finalisierte, lag Page mit einem geschätzten Vermögen von 144 Mrd. US-$ auf Platz sieben. Vor zehn Jahren belegte er Rang 19.
Er gründete die Suchmaschine Google 1998 gemeinsam mit Sergey Brin, ebenfalls Doktorand an der Stanford University. Er war bis 2001 sowie von 2011 bis 2015 CEO des Unternehmens. Heute sitzt Page im Board von Alphabet, der Muttergesellschaft von Google, und bleibt kontrollierender Aktionär. Berichten zufolge arbeitet er an einem neuen KI-Start-up namens Dynatomics, das sich auf Produktfertigung konzentriert.
Ende 2024 erklärte das US-Justizministerium, Google solle seinen Browser Chrome verkaufen, um die Marktmacht des Konzerns im Internet zu verringern. Google entgegnete in einer Stellungnahme, ein solcher Schritt würde Verbrauchern sowie der technologischen Führungsrolle der USA schaden. Die Entscheidung könnte ein Grund gewesen sein, warum Alphabet-CEO Sundar Pichai im Jänner 2025 an der Amtseinführung von Donald Trump teilnahm. Im größten Kartellverfahren seit Jahrzehnten entschied ein Bundesrichter im September 2025, dass Google Chrome nicht verkaufen muss.
Page war Gründungsinvestor des Asteroidenbergbau-Unternehmens Planetary Resources, das 2018 von der Blockchain-Firma ConsenSys übernommen wurde. Zuletzt kaufte er ein Haus in Florida – offenbar als Reaktion auf Pläne Kaliforniens, das Vermögen von Milliardären stärker zu besteuern.
1. Elon Musk
Vermögen: 1,05 Bio. US-$ – plus 218 Mrd. US-$ gegenüber dem Vormonat
Quelle des Vermögens: SpaceX, Tesla
Alter: 55
Wohnsitz: Austin, Texas
Staatsbürgerschaft: USA
Am 12. Juni wurde Elon Musk zum ersten Billionär der Welt, nachdem sein Raumfahrtunternehmen SpaceX an die Nasdaq gegangen war und den ersten Handelstag mit einer Marktkapitalisierung von knapp 2,2 Bio. US-$ beendete. Musk, der bei SpaceX als Chairman, CEO und Chief Technical Officer tätig ist, hält 4,8 Milliarden Aktien des Unternehmens. Diese waren zum 1. Juli, 00:00 Uhr Eastern Time, 814 Mrd. US-$ wert. Hinzu kommen 350 Millionen Aktienoptionen mit einem Ausübungspreis von 8,40 US-$ je Aktie, die mit 57 Mrd. US-$ bewertet werden. Damit hält Musk 38 % an SpaceX – ein Anteil im Wert von 871 Mrd. US-$.
Vor dem Börsengang von SpaceX hatte Forbes Musks geschätzten Anteil von 40 % – vor der Verwässerung durch das IPO – mit rund 500 Mrd. US-$ bewertet. Grundlage dafür war die Bewertung von 1,25 Bio. US-$, die SpaceX im Februar im Zuge der Fusion mit Musks KI- und Social-Media-Unternehmen xAI erhielt. xAI war zuvor im März 2025 mit X, ehemals Twitter, fusioniert.
Musk hält zudem knapp 11 % an Tesla, dessen Marktkapitalisierung bei 1,6 Bio. US-$ liegt. Dieser Anteil ist 166 Mrd. US-$ wert. Dazu kommen Restricted Shares, die ihm bei vollständigem Vesting weitere 8 % an Tesla sichern könnten. Diese gesperrten Aktien waren zuvor bereits zugeteilte Aktienoptionen, die Musk im Rahmen seines CEO-Vergütungsplans aus dem Jahr 2018 erhalten hatte. Ein Richter in Delaware erklärte das Paket 2024 für ungültig, der Supreme Court von Delaware stellte es 2025 wieder her.
Tesla und Musk schlossen im April eine neue Vereinbarung. Demnach wurden die Optionen nach ihrer Ausübung – Musk übte sie am 16. Juni aus – in Restricted Stock umgewandelt. Diese Aktien würden verfallen, sollte Musk nicht bis Jänner 2028 als CEO oder als „Executive Officer responsible for the Company’s product development or operations“ bei Tesla bleiben. Um die Bewertung einheitlich mit der Behandlung nicht vollständig zugeteilter Restricted Shares anderer Milliardäre vorzunehmen, rechnete Forbes diese gesperrten Aktien, die aktuell 128 Mrd. US-$ wert sind, nicht in Musks Vermögen ein.
Ebenfalls nicht in der Forbes-Schätzung von Musks Vermögen enthalten sind umfangreiche performancebasierte Aktienpakete, die seine Anteile an SpaceX und Tesla vor Steuern und vor den Kosten zur Freischaltung der Restricted Shares auf bis zu 47 % beziehungsweise 29 % erhöhen könnten. Um diese Aktien vollständig zu erhalten, müsste Musk ambitionierte Ziele erreichen – darunter eine Marktkapitalisierung von 7,5 Bio. US-$ bei SpaceX und 8,5 Bio. US-$ bei Tesla sowie die Errichtung einer dauerhaften menschlichen Kolonie auf dem Mars mit mindestens einer Million Einwohnern.
Musk stammt ursprünglich aus Südafrika. Vor seinem 18. Geburtstag zog er nach Kanada, arbeitete in unterschiedlichen Jobs, schrieb sich an der Queen’s University in Ontario ein und wechselte später an die University of Pennsylvania, wo er einen Bachelorabschluss in Volkswirtschaft erwarb.
Im Jahr 2000 fusionierte Musk die von ihm mitgegründete Onlinebank X.com mit einem ähnlichen Unternehmen, das Peter Thiel mitgegründet hatte. Daraus entstand PayPal, das eBay 2002 für 1,4 Mrd. US-$ kaufte. Im selben Jahr gründete Musk SpaceX in El Segundo nahe Los Angeles. 2004 stieg er als Investor und Chairman bei Tesla ein – ein Jahr nach der Gründung des Unternehmens. Später erhielt er den Titel des Mitgründers.
Bekannt ist Musk auch als Mitgründer von OpenAI. Gemeinsam mit Sam Altman gründete er die Organisation 2015 als Non-Profit. Drei Jahre später verließ Musk den Verwaltungsrat nach einem gescheiterten Machtübernahmeversuch. Zuletzt klagte Musk gegen OpenAI und argumentierte, ihm stehe eine Entschädigung für seine Beiträge zum Unternehmen zu. Die Klage wurde im Mai aus formalen Gründen abgewiesen, Musk dürfte jedoch Berufung einlegen.
Erstmals wurde Musk im September 2021 zum reichsten Menschen der Welt. Den Großteil des Jahres 2022 hielt er diese Position, bevor er im Dezember 2022 von Platz eins verdrängt wurde. Am 8. Juni 2023 wurde Musk erneut zum reichsten Menschen der Welt und blieb bis Ende 2023 an der Spitze. Am 31. Jänner 2024 fiel er auf Platz zwei zurück. Ende Mai 2024 übernahm Musk abermals Platz eins – und hält ihn seither.
Im Oktober wurde Musk zur ersten Person mit einem Vermögen von 500 Mrd. US-$. Im Dezember überschritt er sowohl die Marke von 600 Mrd. US-$ als auch jene von 700 Mrd. US-$. Im Februar stieg sein Vermögen auf mehr als 800 Mrd. US-$.