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Mit dem iX3 startet die BMW Group in ein neues Kapitel ihrer Firmengeschichte. Mit der „Neuen Klasse“ prägte man schon in den 1960ern eine neue Ära – unter dem gleichen Namen soll dies erneut gelingen. Die BMW Group Niederlassung Wien lud deshalb in exklusivem Rahmen zu einem Kennenlernen mit ihrem neuen Flaggschiff der Elektromobilität.
„Man kann nicht wissen, wohin man geht, wenn man nicht weiß, woher man kommt“, sagte einst Maya Angelou, eine Vorreiterin der US-Bürgerrechtsbewegung. Das gilt auch für die BMW Group: Um die elektrische Zukunft der Marke zu verstehen, muss man zurück ins Jahr 1961 blicken. Damals setzte die
„Neue Klasse“ neue Maßstäbe: BMW erfand die sportliche Mittelklasse-Limousine – und prägte das Fahrzeugdesign für Jahrzehnte.
Heute steht das Unternehmen wieder vor einer Revolution: Mit der neuen „Neuen Klasse“ und ihrem ersten Vertreter, dem SUV iX3, geht man erneut neue Wege und bleibt mit den deutlich schlankeren, futuristischen Nieren an der Front dennoch der Tradition des BMW 1500 und seinen Nachfolgern verbunden. Um ein Gefühl für den neuen Hoffnungsträger des bayerischen Automobilkonzerns zu bekommen, lud die BMW Group Niederlassung Wien in exklusivem Rahmen zu einer Vorstellung – auf inhaltlicher Ebene und bei Testfahrten. Für das Ambiente sorgte eine imposante Lichtinstallation der Künstlerin Victoria Coeln, die durch die Unterstützung von Martin Unger von EY möglich wurde. Josef Reiter, Geschäftsführer der BMW Group Niederlassung Wien, ist sich sicher, dass
der iX3 ein Auto sei, das „Maßstäbe setzt – doch davon überzeugt man sich am besten selbst“.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, doch an diesem Tag gab es in Wien-Heiligenstadt viel Anerkennung für das Design des iX3. „Das ist eines der schönsten Autos, die ich gesehen habe – seit Langem“, urteilte Christoph Thun-Hohenstein, ehemaliger Generaldirektor des Museums für angewandte Kunst (MAK): „Seht euch das an: Das sieht fantastisch aus.“ Thun-Hohenstein, der als künstlerischer Leiter der Zukunftsplattform „ReGenerativa“ als Partner für den „Salon Regeneration“ auf der Bühne stand, betonte die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit in der Mobilität: „Die Konzepte, die wir für die Zukunft entwickeln, müssen für die nächsten Generationen funktionieren; die müssen im Jahr 2100 noch tragfähig sein.“
Diesem Thema hat man sich bei der BMW Group intensiv gewidmet – denn nur „Strom statt Benzin“ ist nicht die Lösung. „Was wirklich zählt, ist der gesamte Lebenszyklus, der schon beim Design beginnt“, betonte Reiter. In jedem iX3 bestehen 740 Kilogramm (und damit rund ein Drittel des Fahrzeuggewichts) aus sekundären Rohstoffen, sie sind also recycelt. Die Verkleidung des Kofferraums unter der Kühlerhaube, also des „Frunk“, besteht zu einem Drittel aus alten Fischernetzen, die Radträger zu 80 % aus wiederverwendetem Aluminium.
Seht euch das an: Das sieht fantastisch aus.
Christoph Thun-Hohenstein
Doch „es geht nicht nur um die CO2-Reduktion, sondern um die Zirkularität“, so Jürgen Fröschl, der für die Nachhaltigkeit der Fahrzeugprojekte der Neuen Klasse zuständig ist und für das Event in der BMW Group Niederlassung Wien aus der Konzernzentrale in München anreiste. So wird bei der Entwicklung von Komponenten darauf geachtet, dass sie nur aus einem Material gefertigt sind und dadurch auch wieder recycelt werden können.
All diese Bestrebungen, von der Batteriezelle bis zum Sitzbezug, führen dazu, dass ein altgedientes Argument gegen die Elektromobilität haltlos wird: „Lange war die Rede davon, dass man ein E-Auto sechs bis acht Jahre fahren muss, um bei den CO2-Emissionen mit einem Verbrenner auf Gleichstand zu kommen“, so Fröschl. Besonders die großen, ressourcenfressenden Batterien wurden da als Grund genannt. „Mit der Neuen Klasse gilt dieses Argument nicht mehr“ – denn schon nach spätestens 21.500 Kilometern zieht der iX3 mit seinem Verbrenner-Pendant gleich. Über einen Lebenszyklus von 200.000 Kilometern hinweg stößt der iX3 damit 56,4 % weniger CO2 aus. Als Berechnung wird dafür der aktuelle europäische Strommix herangezogen. Lädt man nur mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, liegt die Einsparung sogar bei 72,3 %.
Auch auf dem Papier sehen die Daten des iX3 nach einem technologischen Meilenstein aus: Zwei Elektromotoren bringen insgesamt 469 PS auf die Straße – doch sie sind auch effizient. Mit einer Reichweite von über 800 Kilometern und einer Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt können an einer entsprechenden Ladesäule in zehn Minuten bis zu 370 Kilometer Reichweite „getankt“ werden. Auf der Langstrecke könnte da für viele nicht mehr der Akku, sondern die Blase zum limitierenden Faktor werden.
Doch wie fährt sich der „Neue“? Das konnten die Gäste den Tag über ausprobieren. Die BMW Group Niederlassung Wien stellte einen Testfuhrpark bereit – und auch Forbes drehte eine Runde. Hinter dem Steuer fiel sofort auf, dass auch im Innenraum alles neu ist. Besonderer Blickfang: Statt des altbekannten Tachos hinter dem Lenkrad ist nun ein Display unter der gesamten Windschutzscheibe verbaut – BMW nennt es „Panoramic iDrive“ und es wird künftig in allen neuen Modellen zum Einsatz kommen.
Trotz seiner knapp 4,80 Meter Länge wirkt der iX3 aufgrund der Sitzposition im Fahrzeug kompakt und übersichtlich. Das Fahrwerk dämpfte die Schlaglöcher und Pflastersteine auf unserer Testrunde über die Wiener Höhenstraße gekonnt und unaufgeregt; die Lenkung fühlt sich direkt und präzise an. Das Arsenal an Assistenzsystemen, das viele Neuwagen inzwischen mitbringen, arbeitet harmonisch, selbst bei der ersten Fahrt fühlt sich die Bedienung bereits intuitiv an. Ein Beispiel: Der Warnton beim Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist über einen einzelnen Knopfdruck deaktivierbar – und nicht nur im dritten Untermenü versteckt.
Schon im Oktober präsentierte die BMW Group Niederlassung Wien als einer der ersten Händler den iX3. Nun freut man sich in Wien-Heiligenstadt, dass der „Neue“ im Showroom steht und Kunden bei einer Probefahrt jederzeit selbst erfahren können, warum der iX3 als Erster einer neuen Ära ins Rennen geschickt wird. „Es ist der Start der Neuen Klasse, in seiner eigenen Klasse“, ist sich Reiter sicher.
Fotos: Gianmaria Gava