Viele Finanzbücher machen schlauer – aber nicht reicher

Forbes-30-Under-30-Alumna Julia Kruslin veröffentlicht ihr erstes Buch. Noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin steigt „Investieren in 3 Minuten“ in den Amazon-Charts auf Platz zwei der Neuaufsteiger.

Für Julia Kruslin, Gründerin von beatvest und Alumna der Forbes 30 Under 30, markiert das Frühjahr 2026 einen neuen Meilenstein. Ihr erstes Buch „Investieren in 3 Minuten“, das Mitte März erscheint, erreichte bereits vor dem offiziellen Launch Platz 2 der Amazon-Neuaufsteiger sowie Platz 5 in der Kategorie Geld & Börse.

Das Buch ist die Weiterentwicklung der Idee hinter beatvest – einer gamifizierten Finanzbildungs-App nach dem Duolingo-Prinzip: kurze Lerneinheiten von rund drei Minuten, Streaks, Challenges, ein Punktesystem und strukturierte Lernpfade. Der entscheidende Unterschied: Jedes Level endet mit einer konkreten Handlung – vom ersten Investment bis zum Aufbau eines breit aufgestellten Portfolios. Zehntausende Menschen haben über die App bereits ihren Einstieg ins Investieren begonnen.

Die Idee zum Buch entstand aus Gesprächen mit Nutzerinnen und Nutzern. Dabei stellte Kruslin immer wieder fest, dass viele Menschen mehrere Finanzbücher lesen – aber trotzdem nicht anfangen zu investieren. Die Lücke zwischen Wissen und Handeln bleibt bestehen.

Genau hier setzt „Investieren in 3 Minuten“ an. Das Buch funktioniert wie ein interaktives Workbook: Jedes Kapitel dauert maximal drei Minuten und endet mit einer konkreten Handlung. Wer den Zinseszinseffekt versteht, nutzt im nächsten Schritt einen Zinseszinsrechner. Wer über ETFs lernt, tätigt direkt das erste Investment. Am Ende hat man nicht nur gelesen, sondern tatsächlich begonnen zu investieren, seine Altersvorsorge strukturiert und sein Geld breiter aufgestellt.

Das Buch eignet sich laut Kruslin auch als Geschenk für Menschen im eigenen Umfeld, die seit längerem mit dem Investieren starten wollen, bisher aber keinen Einstieg gefunden haben. „Wir bekommen jetzt schon Nachrichten von Leuten, die es für ihre Schwester, ihre beste Freundin oder ihre Eltern vorbestellt haben. Das zeigt mir, dass das Thema nicht nur einen selbst betrifft, sondern ganze Familien.“

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Rund 3,5 Millionen Menschen über 65 sind in Deutschland von Altersarmut bedroht, mit steigender Tendenz. Frauen sind besonders betroffen: Ihre Renten liegen im Schnitt 37 % unter denen der Männer, jede fünfte Frau über 65 gilt als armutsgefährdet. Gleichzeitig geben mehr als die Hälfte der Frauen, die nicht investieren, fehlendes Wissen als Hauptgrund an. Finanzbildung ist in Deutschland weder Teil des Schullehrplans noch wird sie von Banken systematisch vermittelt.

„Die meisten Finanzbücher machen dich schlauer. Keins macht dich reicher. Genau das wollen wir ändern“, sagt Kruslin.

Foto: beigestellt

Forbes Editors

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