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Jennifer Garner hat Once Upon a Farm von einer Bio-Babynahrungsmarke zu einem börsennotierten Unternehmen entwickelt. Mit 288 Mio. US-$ Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten und einer Bewertung ihrer Beteiligung von rund 55 Mio. US-$ setzt die Schauspielerin auf weiteres Wachstum. Im Zentrum steht dabei nicht der Aktienkurs, sondern der Ausbau des Geschäfts und der Zugang zu gesunder Ernährung.
Jennifer Garner hat im Februar den Börsengang von Once Upon a Farm an der New Yorker Börse gefeiert. Das Unternehmen, das sie vor knapp zehn Jahren mitgründete, nahm dabei 724 Mio. US-$ auf. Nach einem Plus von 17 % am ersten Handelstag liegt die Aktie inzwischen rund 15 % unter dem Jahresanfangsniveau. Garner verfolgt die Kursentwicklung nach eigenen Angaben nicht. Ihr Fokus liege auf dem operativen Geschäft.
Als Chief Brand Officer ist sie eng in die Entwicklung des Unternehmens eingebunden. Once Upon a Farm erzielte in den vergangenen zwölf Monaten 288 Mio. US-$ Umsatz. Im zweiten Quartal waren es 85,4 Mio. US-$ – rund 17 % mehr als im ersten Quartal. Die Marke ist mit mehr als 40 Produkten, darunter gekühlte Smoothies und Hafer-Riegel, inzwischen in über 25.000 Geschäften vertreten.
Garner hält 7 % der Anteile, die rund 55 Mio. US-$ wert sind. Ihr Vermögen hat sie allerdings nicht allein mit dem Lebensmittelgeschäft aufgebaut: Forbes schätzt ihre Einnahmen aus Film, Fernsehen und Werbung auf mindestens 125 Mio. US-$. Zudem investierte sie früh in den Angel City Football Club, dessen Wert Forbes auf rund 340 Mio. US-$ schätzt.
Wachstum mit gesellschaftlichem Anspruch
Once Upon a Farm entstand aus einem konkreten Problem: Die Gründer Cassandra Curtis und Ari Raz fanden keine Bio-Babynahrung aus frischen Zutaten in ihrem örtlichen Supermarkt. Garner, die 2017 als Mitgründerin einstieg, kannte diese Herausforderung aus eigener Erfahrung als Mutter.
Heute ist der Zugang zu gesunder Ernährung ein zentraler Bestandteil der Unternehmensmission. Once Upon a Farm hat seine Produkte in mehr als 20 US-Bundesstaaten für das WIC-Programm zertifizieren lassen, das einkommensschwache Frauen und Familien mit kleinen Kindern unterstützt.
„Wir ernähren Kinder, die sonst keinen Zugang zu dem Nährstoffniveau hätten, das Once Upon a Farm bietet“, sagt Garner.
Der Weg dorthin verlief nicht ohne Rückschläge. Ein großer Einzelhändler wollte das Sortiment des Unternehmens einst von 14 auf fünf Produkte reduzieren und die Zahl der Verkaufsstellen von mehr als 1.000 auf rund 500 senken. Die Wiederkaufsrate war zu niedrig. Garner entschied sich, weiterzumachen. Heute zählt der Einzelhändler zu den wichtigen Vertriebspartnern der Marke.
CEO John Foraker, der das Unternehmen 2017 mitgründete, beschreibt Garner als widerstandsfähig und wettbewerbsorientiert. Sie sei bei Erfolgen ebenso präsent gewesen wie bei Rückschlägen und strategischen Neuausrichtungen.
Der Börsengang ist erst der Anfang
Für die nächste Wachstumsphase setzt Garner auf bestehende Handelsbeziehungen und den Ausbau des Vertriebs. Gemeinsam mit Foraker und dem Vertriebsteam will sie in den kommenden Monaten unter anderem Bentonville, Austin, Cincinnati und Minneapolis besuchen.
Der Börsengang soll dabei nicht dazu führen, dass Once Upon a Farm seine unternehmerischen Wurzeln verliert. Der Fokus bleibt auf Produktinnovation, einem starken Team und Veränderungen entlang der Lebensmittelversorgungskette.
Garner selbst formuliert ihre Priorität klar: Sie wolle sich auf die Umsetzung der Unternehmensmission konzentrieren. Wenn das gelinge, werde auch der Aktienkurs folgen.
Dieser Artikel wurde zuerst auf Forbes US veröffentlicht. Zum Artikel.
Foto: Wikimedia Commons