Kreativer Kopf

Titelbild: Toni Mahfud, Instagram, Social Media, Model

Toni Mahfud ist Künstler, Model und mit seinem 3,5 Millionen Followern auf Instagram einer der gefragtesten Influencer Deutschlands.

An Vielfältigkeit mangelt es Toni Mahfud definitiv nicht. Der Hamburger mit syrischen Wurzeln bezeichnet seine Tätigkeiten folgendermaßen: „Mir bedeutet es am meisten, Künstler zu sein. Ich versuche, alles in einer künstlerischen Art und Weise umzusetzen – sei es beispielsweise in der Fotografie oder bei meinen Kooperationen mit verschiedenen Marken.“ Zu diesen Kooperationen zählt etwa jene mit dem Kosmetikunternehmen Sephora; auch für Tommy Hilfiger, Hugo Boss und Adidas stand Mahfud bereits vor der Kamera.

So richtig bekannt wurde der 24-Jährige aber mit seinen höchst realistischen Zeichnungen von ­Rihanna und der britischen Schauspielerin Cara Delevingne. Er teilte diese auf Social Media, rasch wurden die Kunstwerke von den Stars selbst entdeckt. Mahfud wurde anschließend auch auf Events nach New York eingeladen – und kennt seitdem Stars wie Alessandra ­Ambrosio oder eben auch Rihanna persönlich. Seine ersten Zeichnungen entstanden allerdings bereits im Kindergarten; mit 16 begann der Hamburger dann, Kommunikationsdesign an der Kunstschule Wandsbek in Hamburg zu studieren. Zu dieser Zeit fing er auch mit seiner Zeichnung von Rihanna an. „Solche Stars scheinen auf den ersten Blick unerreichbar. Ich wollte damit sehen, was passiert und ob dies wirklich so ist“, so Mahfud.

Seither sind einige Jahre vergangen, und Mahfuds Karriere ging stets bergauf: So gewann er 2017 den About You Award (Preis für einflussreiche Social-Media-Persönlichkeiten, Anm.) in der Kategorie Lifestyle und war 2018 das Gesicht der Sommerkampagne von Joop. Einen genauen Plan für die Zukunft hat Mahfud aber nicht. „Ich denke im Hier und Jetzt und mache keinen Plan, wo genau ich in den nächsten Jahren bin. Es gibt aber bereits Ideen für eine Ausstellung in New York. Ich möchte mich jetzt wieder vermehrt der Kunst widmen, das kam in letzter Zeit zu kurz.“

Wenn der Künstler neue Projekte beginnt, schließt er sich in seiner Wohnung ein und widmet sich ganz seiner Kunst. Das kann durchaus mehrere Wochen dauern, wie er erzählt. „Mir gefällt der ganze Prozess: Die weiße Fläche am Anfang, aber auch, wenn die Zeichnung zwischendurch noch nicht so gut ist, ich weiter dranbleibe – und dann nach zwei Tagen sehe, dass es nach etwas aussieht. Bei dem ganzen Prozess fühle ich mich einfach frei und kann kreieren, was ich möchte.“

Kunst ist für Mahfud eine Gefühlssache und geschieht an einem Ort, an dem er sich zurückziehen kann. „Meine Serie ,Connecting Souls‘ (diese beinhaltet bisher ein Porträt eines ihm ähnlich sehenden jungen Mannes und eine Zeichnung eines Babys, Anm.) bedeutet mir sehr viel, da sie viel mit mir und meinen Gedanken zu tun hat. Dafür saß ich gefühlt zwei Wochen alleine zu Hause“, sagt Mahfud. Wenn es also in nächster Zeit etwas ruhiger auf seinen Social-Media-Kanälen zugeht, dann weiß man wohl, warum: Er arbeitet an neuen Kunstwerken.

Text: Andrea Gläsemann

Dieser Artikel ist in unserer Februar-Ausgabe 2019 „Gaming – Wettbewerb“ erschienen.

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