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Ein Legal Agent macht juristisches Wissen genau dort verfügbar, wo Verträge verhandelt werden. So ist die Expertise im ganzen Unternehmen verfügbar, nicht nur in der Rechtsabteilung.
In den meisten Unternehmen lässt sich Vertragsarbeit nicht skalieren. Das liegt nicht an der Menge der Verträge, sondern daran, dass das Wissen, nach dem ein Vertrag bewertet wird, in einzelnen Köpfen steckt. Welche Haftungsklausel akzeptabel ist, welche Kündigungsfrist dem Standard entspricht, ab wann ein Fall zu Legal muss. Diese Maßstäbe kennen nur wenige Juristen; alle anderen müssen nachfragen. So bleibt Legal der Engpass, durch den jeder Vertrag hindurch muss.
Moderne Legal AI löst das anders als die erste Generation von Tools. Sie ist kein einzelnes Programm, das man bedient und das eine Aufgabe erledigt, sondern agentisch aufgebaut: aus vielen spezialisierten Agenten, von denen jeder eine eigene Aufgabe beherrscht und die zusammen ganze Workflows der Vertragsarbeit abbilden. Was früher ein Hin und Her aus E-Mails, Telefonaten und Wartezeiten zwischen Abteilungen war, läuft heute als durchgehender Prozess.
Bei Legartis greifen dafür mehrere Agenten ineinander:
- Playbook Agent: Der Contract Playbook Creator übersetzt die Vorgaben der Rechtsabteilung in Playbooks.
- Review Agent: Die AI Contract Review prüft Verträge anhand dieser Playbooks.
- Weitere Agenten: Sie kalibrieren im Hintergrund die Qualität der Ergebnisse.
Der Legal Agent ist schließlich die Stelle, an der die Mitarbeitenden darauf zugreifen: die Schnittstelle, über die jeder Fragen zu seinen Verträgen stellt, Antworten nach den geltenden Standards erhält und Auswertungen über den Vertragsbestand zieht.
So entsteht ein durchgehender Ablauf: von der Vorgabe über die Prüfung bis zum Zugriff durch die Mitarbeitenden.
Der Vertrieb arbeitet plötzlich juristisch autonom
Ein Beispiel aus dem Vertrieb zeigt, was das bedeutet:
Eine Vertriebsmitarbeiterin verhandelt einen Kundenvertrag, und der Kunde schickt seine eigene Vorlage zurück. Früher wäre der Vertrag jetzt bei Legal gelandet, mit der Bitte um Prüfung. Und die Mitarbeiterin hätte gewartet.
Heute läuft er stattdessen durch die Agenten: Der Review Agent prüft den Vertrag gegen das Playbook, das die Rechtsabteilung über den Playbook Agent für genau diesen Vertragstyp hinterlegt hat. Die abweichende Haftungsklausel wird markiert, die Begründung steht daneben, und ein Gegenvorschlag im Unternehmensstandard ist gleich dabei.
Eine Formulierung ist unklar? Die Mitarbeiterin fragt den Legal Agent in eigenen Worten, was die Klausel für das Unternehmen bedeutet, und bekommt eine Antwort, die auf den eigenen Standards beruht – nicht auf einer beliebigen Rechtsmeinung aus dem Internet.
Erst dort, wo der Vertrag die hinterlegten Regeln überschreitet, geht er an einen Juristen. Der gesamte Kontext ist bereits aufbereitet.
Das Gleiche geschieht überall: im Einkauf, in der Projektabteilung, in jedem Team, das mit Verträgen arbeitet. Niemand fragt mehr einzeln bei Legal nach. Alle arbeiten mit demselben geprüften Standard.
Legal behält den Überblick
Über Contract Insights sieht die Rechtsabteilung den gesamten Bestand: welche Verträge aktiv sind, welche Fristen auslaufen, wo automatische Verlängerungen oder Kündigungstermine anstehen und in welchen Verträgen kritische Klauseln stecken. Legal sieht nicht mehr nur die Verträge, die zufällig über den Schreibtisch gehen, sondern das gesamte Portfolio.
Das Unternehmen behält die Kontrolle über die Standards
Wer bestimmt, was richtig ist?
Generische KI antwortet auf Basis dessen, was sie irgendwo gelernt hat. Ein Agentensystem für Vertragsarbeit muss auf Basis dessen antworten, was das Unternehmen entschieden hat.
Bei Legartis definiert die Rechtsabteilung die Standards, und der Playbook Agent überführt sie in die Logik, nach der jeder Agent arbeitet. Das hat eine direkte Folge: Ändert das Unternehmen seine Vorgaben (etwa zu Haftungsbegrenzungen oder Kündigungsrechten), ändert sich auch die Grundlage, auf der geprüft und geantwortet wird. Die Agenten orientieren sich an denselben Maßstäben wie die Juristen, die sie gesetzt haben.
So wird juristisches Urteilsvermögen nicht ersetzt, sondern im Unternehmen verteilt, ohne die Kontrolle darüber abzugeben.
→ Mehr zum Legartis Contract Playbook Creator
Legal Agent mit kontrollierter KI-Qualität
Juristen arbeiten nicht mit Ergebnissen, die sie nicht prüfen können. Genau daran sind frühere KI-Projekte in Legal gescheitert: Sie lieferten Antworten ohne belastbare Begründung.
Dabei ist ein selbstlernendes System nur dann brauchbar, wenn nachvollziehbar bleibt, wovon es lernt.
Legartis macht deshalb jede Einschätzung prüfbar und legt die Kalibrierung der KI-Qualität in die Hand des Unternehmens. Konkret heißt das:
- Die Rechtsabteilung sieht, auf welcher Grundlage ein Agent zu einem Ergebnis kommt.
- Sie kann dieses Ergebnis bewerten und korrigieren.
- Die Vertragsprüfung lernt mit jeder Nutzung dazu, entlang der internen Maßstäbe statt entlang beliebiger Daten.
Selbstlernend heißt hier also nicht, dass das System sich verselbständigt. Es heißt, dass es sich an das Unternehmen anpasst, das es steuert.
→ So funktioniert die Legartis KI-Qualitätskontrolle
Datensouveränität
Ein Agentensystem für Vertragsarbeit berührt den sensibelsten Datenbestand eines Unternehmens: Vertragsklauseln, Verhandlungspositionen, M&A-Korrespondenz. Wo diese Daten verarbeitet werden, ist deshalb keine technische Randfrage, sondern eine Entscheidung auf Vorstandsebene. Legartis betreibt seine Infrastruktur ausschließlich in der Schweiz und Europa, außerhalb des Geltungsbereichs des US CLOUD Act, DSGVO-konform und auf die Anforderungen des EU AI Act ausgelegt.
Mit dem Legal Agent wird die Rechtsabteilung vom Bottleneck zur Architektur
Die entscheidende Veränderung liegt nicht darin, dass ein einzelner Vertrag schneller geprüft wird. Vielmehr wird juristisches Wissen im ganzen Unternehmen verfügbar, ohne dass die Rechtsabteilung die Hoheit darüber verliert.
- Die Rolle von Legal verschiebt sich: weg davon, jede wiederkehrende Frage selbst zu beantworten, hin dazu, die Standards zu setzen, nach denen das Unternehmen entscheidet.
- Es werden Kapazitäten frei: Die Legal-Expertise fließt in die Fragen, die juristisches Urteil wirklich verlangen: strategische Beratung, komplexe Verhandlungen, M&A, regulatorische Risiken.
Legartis entwickelt seit 2017 die Plattform für diesen Wandel. Das Schweizer KI-Unternehmen baut ein selbstlernendes Agentensystem für Vertragsarbeit, mit dem Legal Agent als Schnittstelle, in dem das Unternehmen die Standards und die KI-Qualität kontrolliert. So wird juristische Expertise aus einzelnen Köpfen zur unternehmensweiten Ressource.
→ Legartis live erleben: Demo vereinbaren
Häufige Fragen zum Legal Agent
Was ist ein Legal Agent?
Ein Legal Agent ist der Zugangspunkt zu einem agentischen Legal-AI-System. Bei Legartis stellt jeder darüber in eigenen Worten Fragen zu seinen Verträgen, erhält Antworten nach den Standards des Unternehmens und zieht Auswertungen über den Vertragsbestand. Im Hintergrund arbeiten weitere spezialisierte Agenten: Der Review Agent prüft Verträge, der Playbook Agent erstellt die Playbooks aus den Standards der Rechtsabteilung, und weitere Agenten kalibrieren die Qualität der Ergebnisse. Der Legal Agent ist also kein einzelnes Werkzeug, sondern die Schnittstelle, über die das ganze System nutzbar wird.
Ersetzt ein Legal Agent juristische Arbeit?
Nein. Das System übernimmt die wiederkehrende Vertragsarbeit, die sich nach klaren Standards beantworten lässt, und gibt den Fachabteilungen Orientierung. Sobald ein Fall komplex, strategisch, strittig oder nicht eindeutig geregelt ist, wird ein Jurist eingebunden. Die Kapazitäten verschieben sich also hin zu den Fragen, bei denen juristisches Urteil zählt.
Wer bestimmt, nach welchen Standards die Agenten arbeiten?
Das Unternehmen. Die Rechtsabteilung definiert die Standards, der Playbook Agent überführt sie in die Logik, nach der die Agenten prüfen und antworten. Ändert sich eine Vorgabe, ändert sich die Grundlage, auf der das System arbeitet. So bleibt die juristische Hoheit in der Abteilung, während das Wissen unternehmensweit anwendbar wird.
Wie behält ein Unternehmen die Kontrolle über die KI-Qualität?
Jede Einschätzung der Agenten ist nachvollziehbar: welche Vorgabe angewendet, welche Abweichung erkannt und welche Empfehlung daraus abgeleitet wurde. Die Rechtsabteilung kann Ergebnisse bewerten und korrigieren, und die Vertragsprüfung lernt mit jeder Nutzung dazu, kalibriert auf die internen Maßstäbe. Das System wird also nicht treffsicherer, weil es mehr Daten sieht, sondern weil das Unternehmen ihm vorgibt, wie es entscheidet.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Legartis betreibt seine Infrastruktur ausschließlich in der Schweiz und Europa – außerhalb des Geltungsbereichs des US CLOUD Act, DSGVO-konform und auf die Anforderungen des EU AI Act ausgelegt. Ein Agentensystem für Vertragsarbeit arbeitet mit den sensibelsten Unternehmensdaten: von Vertragsklauseln bis zur M&A-Korrespondenz. Der Serverstandort ist damit kein IT-Detail, sondern eine Entscheidung auf Vorstandsebene.
Impressum
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