MIT ABSTAND ZUM ERFOLG

Während die einen in Krisen aufgeben, sind andere innovativ: So hat Christian Beer, CEO der österreichischen Industrie- und Technologiegruppe Heron Innovations Factory, inmitten der Pandemie mit Safedi Distance Control ein Tochterunternehmen gegründet, das mit dem gleichnamigen Produkt Corona-Infektionsketten verhindern soll, damit Unternehmen weiterhin ihre Geschäftstätigkeit aufrechterhalten können. Mit Erfolg: Safedi zählt bereits über 50.000 Nutzer.

Christian Beer wirkt gelassen und zufrieden – und er hat auch allen Grund dazu: Inmitten der derzeitigen Pandemie hat er in nur wenigen Wochen mit Safedi Distance Control ein Unternehmen gegründet, das mit dem gleichnamigen Produkt dafür sorgt, dass das Risiko einer Coronavirus-Ansteckung in Unternehmen verringert und der Betriebsprozess aufrechterhalten werden kann.

Konkret werden dafür alle Mitarbeiter mit einem Clip ausgestattet, der signalisiert, wann der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird. In einem Nahkontakt-Tagebuch wird die Unterschreitung vermerkt, im Falle einer Infektion kann die Kontaktkette nachvollzogen und die betreffenden Mitarbeiter in Quarantäne geschickt werden. „Technik und Innovation ist das Einzige, das die Menschheit retten wird. Unser Verhalten ist träge und langsam, aber die Technik wird uns retten“, so Beer, dem 2019 von Bundeskanzler Sebastian Kurz das Ehrenverdienstkreuz der Bundesrepublik Österreich ver­liehen wurde und der bereits 2008 mit seiner Servus Intralogistics GmbH aufgrund eines innovativen Transport­roboters mit dem MM-Award (vom Fachmedium MM Maschinenmarkt verliehener Preis, Anm.) der Automatica München, der Messe für intelligente Automation und Robotik, ausgezeichnet wurde.

Die Servus Intralogistics GmbH als auch Safedi Distance Control gehören zu Beers Heron Gruppe, die er 1988 mit 27 Jahren im österreichischen Dornbirn gegründet hat. Das Kerngeschäft waren damals die Entwicklung und der Bau von Montageautomaten. 1994 folgte das erste Tochterunternehmen, die Robotunits GmbH, die sich auf hochwertige Fördertechnik sowie Schutzzaun- und Linearfördersysteme spezialisiert hat. 1999 folgte mit Heron CNC Technik schließlich das zweite Tochterunternehmen mit Fokus auf Zerspanungstechniken. Die angebotenen Leistungen umfassen sowohl die Fertigung von Prototypen als auch von Serienteilen. 2005 folgte Servus Intralogistics, das mittels intelligenter Transport­roboter die Bereiche Produktion, Logistik und Lager­haltung optimiert. Die Heron Gruppe als Ganzes bietet maßgeschneiderte Lösungen für diverse Automatisierungstechniken für Unternehmen an. Anwendung finden die Produkte in der Auto-, Maschinenbau- und Verpackungsbranche.

Und dieses Portfolio macht sich bezahlt: Mittlerweile beschäftigt die Heron Gruppe 350 Mitarbeiter und generierte 2018 einen Umsatz von 78 Millionen €. Das Leitmotiv des Unternehmens: „Innovation ist das Einzige, das eine Gesellschaft reicher macht. Alles andere ist Umverteilung. Wir müssen Innovation so sehr wollen, dass wir nicht davor zögern, unsere eigenen Produkte und uns selbst wegzurationalisieren, wenn wir es denn durch Besseres ersetzen können. Das einzig Stetige ist die Veränderung.“ Und ebendieser Ansatz spornt das Team rund um Beer zu Höchstleistungen an – auch in der Coronakrise.

Christian Beer
...gründete 1988 das Technologieunternehmen Heron, 1994 folgte mit Robotunits das erste Tochterunternehmen. 1999 erweiterte er seine Unternehmensgruppe um die CNC-Technik, 2005 folgte Servus Intralogistics. Mit der 2020 gegründeten Safedi Distance Control GmbH ermöglicht Beer nun das Verhindern von Corona-Infektionsketten und unterstützt somit Betriebe dabei, ihre Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten.

Innerhalb weniger Wochen hat Beers Team Safedi entwickelt und produziert. „Wir Menschen ändern unser Verhalten, das wir uns über Jahrhunderte angeeignet haben, nicht so schnell. Auch wenn ein Virus da ist, vergrößern wir den Abstand zueinander nicht unbedingt. Daher haben wir uns überlegt, wie wir dafür sorgen können, dass wir uns nicht zu nahe kommen, und falls das doch passiert, ein anonymes Tracking der Fälle zu ermöglichen“, erklärt Beer die Idee.

Konkret wird am Eingang der Unternehmen, die Safedi nutzen, eine Ladestation mit Tablet aufgebaut – der sogenannte Synchro Hub. Jeder Mitarbeiter, der das Unternehmen betritt, nimmt sich sein persönliches Safedi-Device und befestigt es mittels Clip am Kragen des Oberteils. Via Bluetooth ist das Gerät mit anderen verbunden. Wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird, blinkt Safedi rot auf und gibt ein akustisches Warnsignal ab. Jedem Safedi ist zudem ein anonymes Nahkontakt-Tagebuch zugeordnet, das festhält, welche Safedis einander im Warnbereich nahe gekommen sind. Falls es zu einer Infektion kommt, kann das entsprechende Unternehmen die betreffenden Mitarbeiter ermitteln und in Quarantäne schicken. Zu den Kunden von Safedi zählen mittlerweile Unternehmen wie die Erste Bank/Sparkasse in Dornbirn oder das dort ansässige Porsche-Teilevertriebszentrum. Zudem bietet Beer mit der Safedi Eventbox auch eine Lösung für Seminare oder Events an: In einer Box befinden sich 60 Safedis, eine Verbindung mit einem Ticket oder einer Teilnahmebestätigung ermöglicht die Nach­verfolgung etwaiger Infektionsketten.

So weit, so gut. Doch was, wenn im Zuge einer flächendeckenden Impfung die Einhaltung von Abständen nicht weiter nötig ist? „Die Pandemie wird uns mindestens noch ein Jahr begleiten, bevor eine Impfung Wirkung zeigt. Hinzu kommt, dass die Impfbereitschaft beispielsweise in Österreich sehr gering ist. Das bedeutet, dass uns die Maske und Corona sicher noch viel länger beschäftigen werden“, so Beer, der Safedi in erster Linie entwickelte, um seinen eigenen Betrieb und andere während der Pandemie zu unter­stützen, wie er sagt – profitabel sei man mit einem Preis von 50 € pro Stück nicht. Doch die nächste Krise oder Pandemie werde kommen, so Beer weiter – und er will darauf vorbereitet sein. Mit seiner jüngsten Innovation Safedi hat er dafür jedenfalls den ersten Schritt getan.

Text: Muamer Bećirović
Foto: Wolfgang Zac / Jung von Matt

Dieses Advertorial erschien in unserer Oktober-Ausgabe 2020 „Handel“.

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