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Damian Orgun erklärt, warum Energieeffizienz und Ökologie im Bestand zentral für neuen Wohnraum sind.
Der Wohnraummangel in deutschen Städten ist längst kein vorübergehendes Phänomen mehr, sondern ein strukturelles Problem. Verfügbare Flächen in urbanen Räumen sind begrenzt, Baukosten steigen kontinuierlich und die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch. Unter diesen Bedingungen geraten klassische Lösungsansätze zunehmend an ihre Grenzen. Neubau auf bislang unbebauten Flächen gilt vielerorts zwar noch immer als naheliegende Antwort, bringt jedoch erhebliche Herausforderungen mit sich. Neue Infrastruktur muss geschaffen werden, freistehende Flächen werden versiegelt und viele Projekte lassen sich nur unter sehr günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen umsetzen. „So entstehen weder schnelle Lösungen für Wohnungssuchende noch eine nachhaltige Entlastung des Wohnungsmarktes“, erklärt Damian Orgun, Geschäftsführer von A&O Wohnbau Immobilien.
„Es braucht Lösungen, die bestehende Strukturen mitdenken und vorhandene Flächen effizienter nutzen“, ergänzt er. Damian Orgun beschäftigt sich seit Jahren mit der Entwicklung von Wohnraum auf Grundstücken und im Bestand und verbindet dabei Marktkenntnis mit baulicher Umsetzung. „Dabei gibt es durchaus Wege, wie sich zusätzlicher Wohnraum schaffen lässt, ohne immer neue Flächen zu erschließen“, erklärt der Experte. „Entscheidend ist eine nachhaltige Nachverdichtung bestehender Strukturen, verbunden mit konsequenter Energieeffizienz und einem klaren ökologischen Anspruch. Voraussetzung ist, dass Marktkenntnis, Baukompetenz und ökologische Verantwortung zusammenkommen.“
Nachverdichtung als Antwort auf den Wohnraummangel
Nachverdichtung bedeutet, vorhandene Grundstücke und bestehende Bebauung effizienter zu nutzen, statt neue Flächen zu erschließen. Sie gilt als einer der wirkungsvollsten Ansätze, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen in Anspruch zu nehmen. Statt weiter nach außen zu bauen, werden bestehende Grundstücke gezielt weiterentwickelt – etwa durch Aufstockungen, Umnutzungen oder maßvolle Erweiterungen. Der entscheidende Vorteil: Diese Entwicklungen finden dort statt, wo Verkehrsanbindung, Nahversorgung und soziale Infrastruktur bereits vorhanden sind. Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Verkehrsmittel müssen nicht erst neu geschaffen werden, sondern können direkt mitgenutzt werden.
Nachhaltige Nachverdichtung bedeutet dabei nicht, Grundstücke maximal auszureizen. Entscheidend ist eine Planung, die sich in das bestehende Umfeld einfügt und den Charakter eines Quartiers berücksichtigt. Eine maßvolle Integration in gewachsene Strukturen sorgt dafür, dass zusätzlicher Wohnraum entsteht, ohne das Stadtbild oder die Lebensqualität im Umfeld zu beeinträchtigen. „Nachverdichtung funktioniert dann am besten, wenn sie das Quartier nicht überfordert, sondern behutsam ergänzt“, betont Damian Orgun.
Energieeffizienz und ökologische Planung als gemeinsame Grundlage
Nachhaltige Nachverdichtung endet nicht bei der Flächennutzung, sondern entscheidet sich vor allem in der Qualität der Gebäude. Steigende Energiepreise und verschärfte regulatorische Anforderungen im Gebäudesektor zeigen deutlich, dass energetische Standards längst kein Zusatzmerkmal mehr sind, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Energieeffiziente Gebäude reduzieren Betriebskosten, erhöhen die langfristige Werthaltigkeit von Immobilien und sichern ihre regulatorische Zukunftsfähigkeit.
In der Praxis bedeutet das eine ganzheitliche Planung, bei der Gebäudehülle, Haustechnik und Energieversorgung aufeinander abgestimmt werden. Auch die bauliche Struktur spielt eine zentrale Rolle für die ökologische Bilanz: Kompaktere Baukörper reduzieren Wärmeverluste, erleichtern die Integration moderner Energiekonzepte und senken den Energieverbrauch über den gesamten Lebenszyklus hinweg. In Kombination mit einer effizienten Flächennutzung lassen sich so Emissionen deutlich reduzieren. „Nachhaltigkeit beginnt für uns nicht bei Schlagworten, sondern bei den laufenden Kosten“, erklärt Damian Orgun, der bei seinen Projekten konsequent auf hohe energetische Standards setzt. „Energieeffizienz muss sich rechnen, sonst wird sie langfristig nicht akzeptiert.“
Marktkenntnis als Voraussetzung für tragfähige Konzepte
Nachhaltige und energieeffiziente Baukonzepte sind nur dann erfolgreich, wenn sie auch vom Markt getragen werden. Wer Wohnraum plant, ohne Nachfrage, Zahlungsfähigkeit und Nutzungsperspektiven realistisch einzuschätzen, riskiert Fehlentwicklungen. Im Wohnungsbau kommt es nicht nur auf die bauliche Qualität eines Projekts an, sondern auch darauf, ob Größe, Zuschnitt und Preisstruktur den tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen.
Maßgeblich ist dabei die enge Verbindung von Marktverständnis und Umsetzung. Erfahrungen aus der Immobilienvermittlung liefern konkrete Hinweise darauf, welche Wohnformen funktionieren, welche Größen gefragt sind und wo wirtschaftliche Grenzen liegen. Dieses Wissen kann direkt in die Planung neuer Projekte einfließen und sorgt dafür, dass nachhaltige Konzepte nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sind. „Als Makler sieht man sehr klar, welche Konzepte angenommen werden und wo Preisgrenzen verlaufen“, sagt Damian Orgun. „Dieses Wissen fließt direkt in unsere Projekte ein. Nachhaltigkeit funktioniert nur dann, wenn sie auch wirtschaftlich tragfähig ist.“
Praxisbeispiel: Maßvolle Nachverdichtung mit klarem Energie- und Ökologiekonzept
Wie nachhaltige Nachverdichtung konkret umgesetzt werden kann, zeigt sich in der Projektpraxis von A&O Wohnbau. Zwei Grundstücke, die jeweils mit einem Einfamilienhaus bebaut waren, wurden neu entwickelt. Klassisch wären dort erneut zwei Einfamilienhäuser entstanden. Stattdessen wurde eine maßvolle Nachverdichtung umgesetzt. Pro Grundstück entstand ein Doppelhaus sowie ein zusätzliches Einfamilienhaus. Möglich wurde dies durch eine gezielte Abweichung vom bestehenden Bebauungsplan im Rahmen der geltenden rechtlichen Möglichkeiten. „Unser Ziel war nicht maximale Ausnutzung“, erklärt Damian Orgun. „Wir wollten zusätzlichen Wohnraum schaffen, ohne das Straßenbild oder den Charakter des Quartiers zu verändern.“
Im Ergebnis entstanden auf zwei Grundstücken sechs Wohneinheiten statt ursprünglich zwei. Kein Mehrfamilienhaus, keine serielle Bebauung, sondern eine klare, strukturverträgliche Nachverdichtung. Sämtliche Einheiten wurden im KfW-40-EE-Standard realisiert. „Nicht jede Nachverdichtung muss ein großes Mehrfamilienhaus sein“, so Orgun. „Oft reicht intelligente Planung. Und niemand braucht heute 700 Quadratmeter Grundstück für ein funktionierendes Einfamilienhaus.“
Nachverdichtung als entscheidender Hebel für neuen Wohnraum
Nachverdichtung wird den Wohnraummangel in Städten nicht vollständig lösen, zählt aber zu den wirkungsvollsten Instrumenten, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne weitere Flächen zu versiegeln. In Kombination mit energieeffizienter Bauweise, ökologischer Planung und fundierter Marktkenntnis entstehen so Konzepte, die wirtschaftlich tragfähig und langfristig zukunftsfähig sind. „Was mich antreibt, ist nicht Wachstum um jeden Preis“, sagt Damian Orgun. „Sondern der Anspruch, Projekte verantwortungsvoll umzusetzen. Nachhaltigkeit bedeutet für mich, heute Entscheidungen zu treffen, die auch in zwanzig Jahren noch richtig sind.“
Weitere Informationen finden Sie unter: https://aundowohnbau.de/
Kontakt:
A&O Wohnbau Immobilien
E-Mail: immobilien@aundowohnbau.de
Webseite: https://aundowohnbau.de/