STILLSTAND IST RÜCKSCHRITT

Seit 2013 führt Medienprofi Walter Zinggl die Geschäfte des crossmedialen Vermarkters IP Österreich, einer Tochter der Mediengruppe RTL. Das Portfolio des Unternehmens wurde seither sukzessive vergrößert und weiterentwickelt. Innovation müsse, so Zinggl, strategischer Kern bleiben.

IP Österreich hat kürzlich sein Portfolio erweitert. Das Unter­nehmen war vor allem als TV-­Vermarkter bekannt – nun geht es mehr und mehr in Richtung crossmedialer Vermarktung. Was wurde ins Portfolio mit aufgenommen, und warum?
Walter Zinggl: Monomediale Lösungen sind Lösungen des letzten Jahrtausends. Daher war es nur logisch, dass wir seit vielen Jahren ver­suchen, unser Portfolio breiter zu gestalten. 2020 haben wir diese Anstrengungen verstärkt. So haben wir im Mai eine Vermarktungs­kooperation mit Österreichs größter Influencer­marketing-Plattform influence.vision abgeschlossen und somit auf die verstärkte Nachfrage am österreichischen Werbemarkt reagiert. Durch diese Kooperation eröffnen sich unseren Kunden völlig neue Möglichkeiten, ihre Zielgruppe durch reichweitenstarke Werbebotschafter auf Social Media und Videoplatt­formen wie Instagram und Youtube
zu erreichen und Influencermarketing-Buchungen integriert mit TV- und Onlinekampagnen zu tätigen.

Auch im Onlinebereich haben wir unser Angebot signifikant ausgebaut. Seit 1. Jänner 2021 vermarkten wir das gesamte Display- und Out­stream-Inventar der Ad Alliance und somit alle digitalen Produkte von ­Gruner + Jahr sowie der Medien­gruppe RTL. Dazu gehören unter anderem die Onlineversionen der Kochmagazine Chefkoch und Kochbar, Society-&-Lifestyle-Magazine wie Gala, Brigitte, VIP, aber auch Nachrichten-, Wirtschafts- und Finanzmagazine wie Der Spiegel, Stern, Business Punk und Manager Magazin sowie Sportmagazine wie 11Freunde, sport.de und Magazine wie Eltern, Schöner Wohnen, GEO und vieles mehr. Somit können Werbetreibende ihre Botschaften in einem sehr breit gefächerten Online-Themenumfeld platzieren und folglich eine enorme Reichweite über alle Zielgruppen erreichen. Das macht uns zum unverzichtbaren Anbieter im Display- und Outstream-Bereich und katapultiert uns in die Liste der Top-Player am digitalen Markt in Österreich.

Ihr Unternehmen setzt auch auf sogenanntes Influencermarketing. Wie setzt IP Österreich dieses Tool ein – für welche Zielgruppen, Produkte und strategischen Schienen? Worin sehen Sie die Vorteile?
Immer mehr Konsumenten treffen ihre Kaufentscheidungen auf Basis von Empfehlungen und Erfahrungsberichten. Influencer genießen ein hohes Vertrauen in ihrer Community und überzeugen durch Glaubwürdigkeit. Durch die selbstständige Contentproduktion und das Einpflegen der Werbevorgaben eines Unternehmens in ihren Kontext sind ihre In­halte besonders authentisch – da liegen ganz klar die Vorteile dieser Werbeform. Influencermarketing generiert Reichweite und Awareness besonders in der jungen Zielgruppe der Zwölf- bis 49-Jährigen und ist im Produktbereich unlimitiert, da es mittlerweile Influencer in fast jedem Bereich und jeder Branche gibt. Kombiniert mit unserem starken TV- und Onlineportfolio nutzen unsere Kunden den positiven Cross-Media-Effekt und erreichen mit Influencermarketing additive Reichweiten, da Konsumenten in zielgruppenadäquaten Kanälen angesprochen werden.

Die Erweiterung eines Portfolios birgt den Reiz des Wachstums gleichermaßen wie die Gefahr, das erworbene Gut (quasi) nicht rechtzeitig genug weiterzuentwickeln. Ein zentraler Teil der IP-Strategie ist daher Innovation. Wie gehen Sie mit dem Thema in der Praxis um?
Vor circa zwei Jahren haben Mitarbeiter von IP die Eigeninitiative ergriffen und einen Kreativclub gegründet, der sich mit der Ideenfindung innovativer Angebote befasst. Anschließend kümmert sich das intern aufgestellte Innovationsteam um die Projekt­planung, Umsetzung und Auswertung der neuen Maßnahmen. So verhindern wir, dass neue Ideen einfach im Alltagsgeschehen untergehen. Zudem haben wir uns zum Ziel gesetzt, zwei marktwirksame Innovationen pro Quartal zu kreieren, worauf das gesamte Unternehmen zuarbeitet. Dem gesamten Team ist klar: Stillstand ist Rückschritt.

Walter Zinggl
...ist seit 2013 Geschäftsführer der Vermarktungs­tochter der Mediengruppe RTL, IP Österreich, Sprecher der Genre­initiative Screenforce Österreich und Präsident des Austrian Chapter der International Advertising Association. Zinggl begann seine berufliche Karriere 1981 in Werbeagenturen (ab 1989 als Geschäftsführer) und wechselte 2002 in die Vermarktung auf Medienseite.

Die Coronapandemie hat vieles in unserem Leben beziehungsweise im Geschäftsleben grundlegend infrage gestellt. Wie hat sie sich auf Ihr Geschäft ausgewirkt? Was hat Corona verändert?
Corona hat alles und gleichzeitig nichts verändert: Natürlich waren wir organisatorisch gefordert, galt es nach dem ersten „Lockdown-Schock“ nach dem 13. März 2020 doch, wieder ins proaktive Gestalten der Situation zu kommen – gleichzeitig wurden unsere Kernwerte wie partnerschaftliches Agieren, Handschlagqualität und unser Verständnis als Dienstleister als richtig und wichtig bestätigt. Und so sind wir eben mit Vollgas in die Diversifikation unseres Portfolios und die Konzentration auf Innovation in allen Bereichen eingestiegen – und am Ende war 2020 für uns in allen wirtschaftlichen KPIs besser als 2019. Vielleicht war Corona in der IP Österreich wie ein Brennglas: Die gesamte Organisation wurde fokussierter, klarer und schneller.

Was steht 2021 für IP Österreich an? Was möchten Sie und Ihr Team 2021 erreichen?
2021 geht es um das weitere Beschreiten des 2020 erfolgreich begonnenen Wegs. So werden wir auch in diesem Jahr unser crossmediales Angebot und Portfolio stetig ausbauen und mithilfe unseres internen Innovationsteams zwei markt­­wirksame Innovationen pro Quartal umsetzen. Wir wissen, dass wir dabei auch Fehler machen werden – aber wir wollen sie schnell erkennen und korrigieren. Und wir wollen unseren Kunden weiterhin ein fairer Partner auf Augenhöhe bleiben.

Text: Heidi Aichinger
Foto: David Visnjic

Dieses Advertorial erschien in unserer Januar/Februar-Ausgabe 2021 „Innovation & Forschung“.

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