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Wer den Austausch einer alten Heizungsanlage gegen eine Wärmepumpe plant, ist in den vergangenen Monaten auf viele unterschiedliche Nachrichten zur Heizungsförderung gestoßen. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Bedingungen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die Förderung besteht weiterhin, ihre Höhe hängt jedoch stärker von den individuellen Voraussetzungen ab. Entscheidend sind unter anderem die Selbstnutzung, die bestehende Heizung, das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen und die technischen Voraussetzungen der geplanten Anlage.
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude wurde sozialer ausgerichtet
Die gute Nachricht: Die BEG geht weiter. Die Grundförderung liegt unverändert bei 30 Prozent. Die förderfähigen Kosten im Einfamilienhaus sind jedoch von 30.000 auf 28.000 Euro gesunken. Der Klimageschwindigkeitsbonus ist von 20 auf 16 Prozent reduziert worden; der Effizienzbonus von fünf Prozent entfällt. Der Klimageschwindigkeitsbonus kann für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer beim Austausch bestimmter älterer, noch funktionierender Heizungen greifen, etwa bei Öl-, Kohle- und Nachtspeicherheizungen sowie bestimmten Gasheizungen. Bei Gasheizungen gilt grundsätzlich ein Mindestalter von 20 Jahren.
Der Einkommensbonus ist nun sozialer gestaffelt. Bis 30.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen beträgt er 40 Prozent, bis 40.000 Euro 30 Prozent, bis 50.000 Euro noch 10 Prozent. Maßgeblich sind die zu versteuernden Einkommen aller im Haushalt lebenden Personen. Für die Berechnung wird der Durchschnitt aus dem zweiten und dritten Jahr vor Eingang des Förderantrags gebildet.
Lebt ein minderjähriges Kind mit im Haus, erhöhen sich die Einkommensgrenzen für den Einkommensbonus einmalig um 10.000 Euro. Damit sind 40 Prozent Einkommensbonus bis 40.000 Euro Haushaltsjahreseinkommen möglich, 30 Prozent bei 40.001 bis 50.000 Euro und 10 Prozent bei 50.001 bis 60.000 Euro. Weitere Kinder erhöhen die Einkommensgrenzen nicht.
Ein Rechenbeispiel: Eine Familie lebt im eigenen Haus, hat ein minderjähriges Kind und ein zu versteuerndes Einkommen von 40.000 Euro. Ersetzt sie ihre alte, noch funktionierende Ölheizung gegen eine förderfähige Wärmepumpe wie die aroTHERM plus von Vaillant, kommen 40 Prozent Einkommensbonus, 30 Prozent Grundförderung und 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus zusammen. Rechnerisch also 86 Prozent. Da die Gesamtförderung auf 80 Prozent gedeckelt ist, sind bei aktuell maximal 28.000 Euro förderfähigen Kosten bis zu 22.400 Euro möglich.
Ab dem 1. Februar 2027 werden die maximal förderfähigen Kosten im Einfamilienhaus halbjährlich um jeweils 750 Euro reduziert. Gleichzeitig sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus alle sechs Monate um vier Prozentpunkte und läuft zum 1. August 2028 vollständig aus. Für die Förderhöhe ist deshalb auch der Zeitpunkt der Antragstellung relevant. Ein noch 2026 gestellter Antrag kann je nach Konstellation gegenüber einer späteren Antragstellung mehrere hundert bis mehrere tausend Euro Unterschied ausmachen.
Wie sich der Umstieg auf die Heizkosten auswirkt, zeigt ein Beispiel
Im Haus der Familie Schiedeck in Marienheide, Baujahr 1973, arbeitet seit Kurzem eine aroTHERM plus Wärmepumpe von Vaillant mit 10 Kilowatt. Für die alte Ölheizung lag der theoretische Vergleichswert bei rund 4.133 Euro Heizkosten im Jahr, für die Wärmepumpe fielen 1.855 Euro an – 2.278 Euro bzw. 55 Prozent weniger.
Das Praxisbeispiel lässt sich nicht eins zu eins auf andere Gebäude übertragen. Dennoch konstatiert Dr. Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer von Vaillant Deutschland: „Inzwischen hat sich das Verhältnis zwischen Strom- und Gaspreisen so verändert, dass Wärmepumpen im Betrieb klar günstiger sind. Fossile Energie ist deutlich teurer geworden, während Strom – insbesondere erneuerbarer – vergleichsweise stabil geblieben ist. Dadurch ist die Wärmepumpe wirtschaftlich deutlich attraktiver geworden.“
Zum Thema
Vaillant Fördergeldservice für den Heizungstausch
Fördergeldservice von Vaillant: Unterstützung im Förderprozess
Der Vaillant Fördergeldservice wird von der Sunshine Energieberatung GmbH durchgeführt und kann von Eigentümern direkt über einen Vaillant-Heizungsfachbetrieb angefragt werden.
- Fördermöglichkeiten prüfen: Der Vaillant Fördergeldservice gibt Orientierung dazu, welche Fördermöglichkeiten für den geplanten Heizungstausch infrage kommen können, einschließlich regionaler Förderangebote.
- Unterlagen und Antrag vorbereiten: Die Sunshine Energieberatung GmbH erstellt die Bestätigung zum Antrag (BzA), stellt Eigentümern eine Ausfüllhilfe für das KfW-Portal bereit und unterstützt sie bei der Zusammenstellung der erforderlichen Dokumente.
- Fristen und nächste Schritte im Blick behalten: Der Service informiert über maßgebliche Fristen und die weiteren Schritte im Förderprozess. Für die fristgerechte Einreichung des Antrags im KfW-Portal sind die Antragsteller verantwortlich.
- Unterstützung nach Umsetzung: Nach Abschluss der Maßnahme prüft die Sunshine Energieberatung GmbH die Unterlagen und erstellt die Bestätigung nach Durchführung (BnD). Die erforderlichen Nachweise werden anschließend von den Antragstellern im KfW-Portal eingereicht.
Was eine förderfähige Wärmepumpe können muss
Gefördert wird der fachgerechte Einbau einer neuen, elektrisch betriebenen Wärmepumpe – vorausgesetzt, Gebäude, Gerät und Ausführung erfüllen die Mindestanforderungen der BEG an Energieeffizienz, Auslegung, Regelbarkeit sowie Mess-, Steuerungs- und Schnittstellenfunktionen. Ob ein konkretes Modell als potenziell förderfähig geführt wird, lässt sich im BAFA-Wärmeerzeugerportal prüfen. Die Listung allein ersetzt jedoch nicht die Prüfung des gesamten Vorhabens. Ob das konkrete Wärmepumpenmodell und die geplante Anlagenkonfiguration förderfähig sind, sollte daher vor Vertragsabschluss durch den ausführenden Fachbetrieb oder eine Energieeffizienz-Expertin beziehungsweise einen Energieeffizienz-Experten geprüft werden.
Über Vaillant
In einer fachgerecht geplanten und installierten Anlagenkonfiguration erfüllt die aroTHERM plus die Voraussetzungen für die staatliche Wärmepumpenförderung. Sie arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290, erreicht hohe mögliche Vorlauftemperaturen und eignet sich damit auch für die Modernisierung vieler Bestandsgebäude mit vorhandenen Heizkörpern. Die 10-kW-Variante der aroTHERM plus wurde von Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2025) mit der Gesamtnote „Gut“ (2,3) bewertet. Zu den Dienstleistungen von Vaillant zählen neben dem Fördergeldservice die ausführliche Beratung und die Vermittlung von Fachpartnern aus dem eigenen Netzwerk.
Wer wissen möchte, ob er für seine Wärmepumpe Förderung erhält, findet hier weitere Informationen und kann den Fördergeldservice von Vaillant in Anspruch nehmen.
Häufige Fragen
Welche Änderungen gab es seit dem 21. Juli 2026 bei der Förderung von Wärmepumpen?
Die Bundesregierung hat die Bundesförderung für effiziente Gebäude reformiert. Geändert wurden unter anderem die maximal förderfähigen Kosten, der Klimageschwindigkeitsbonus und die Einkommensgrenzen; der bisherige Effizienzbonus ist entfallen. Für Haushalte mit mindestens einem minderjährigen Kind wurden zudem die Einkommensgrenzen für den Einkommensbonus angehoben.
Wie hoch ist die Grundförderung bei der Wärmepumpenförderung?
Die Grundförderung bleibt bei 30 Prozent. Die maximal förderfähigen Kosten für Einfamilienhäuser betragen nun 28.000 Euro.
Was ist der Einkommensbonus bei der Wärmepumpenförderung?
Der Einkommensbonus ist gestaffelt nach zu versteuerndem Einkommen und reicht von 40 Prozent bei bis zu 30.000 Euro Einkommen bis zu 10 Prozent bei bis zu 50.000 Euro Einkommen, basierend auf den Steuerbescheiden der Vorjahre.
Welche Auswirkungen hat ein minderjähriges Kind im Haus auf die Förderung?
Lebt mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt, erhöhen sich die Einkommensgrenzen für den Einkommensbonus einmalig um 10.000 Euro. Weitere Kinder erhöhen die Einkommensgrenzen nicht.
Warum ist der Umstieg auf Wärmepumpen wirtschaftlich sinnvoll?
Wärmepumpen sind in vielen Fällen günstiger im Betrieb. Wie wirtschaftlich der Heizungstausch im Einzelfall ist, hängt unter anderem vom Gebäude, der Auslegung der Anlage, dem Stromtarif, der bisherigen Heizung und dem individuellen Heizverhalten ab. Das Praxisbeispiel aus Marienheide zeigt, welches Einsparpotenzial unter konkreten Bedingungen möglich sein kann.
Disclaimer
Es sei beachtet, dass auf sämtliche Fördermittel kein Rechtsanspruch besteht. Informationen zu den konkreten Voraussetzungen und Bedingungen für eine Förderung bei einem Wechsel von einer alten Heizung zu einem klimafreundlichen Heizgerät findet man auch unter www.vaillant.de.
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