WERTE, DIE ZÄHLEN

Die digitale Vermögensverwaltung Estably investiert nach Value-Investing-Prinzipien in ausgewählte Einzelaktien und Anleihen – und das mit überdurchschnittlicher Performance.

Die Estably Vermögensverwaltung ist seit 2020 am Markt und hat ihren Sitz in Liechtenstein. Auf den ersten Blick wirkt es, als hätten Sie sich das schwierigste Terrain für Ihr Geschäft ausgesucht: enorm hohe Dichte an Konkurrenz und ein stark kontrollierter Markt, der aber noch immer etwas mit dem Image einer Steueroase zu kämpfen hat. Mögen Sie Herausforderungen?

Markus Prodinger: Wir lieben Herausforderungen! (lacht) Uns war klar, dass wir als First Mover einige zusätzliche Hürden zu bewältigen haben. Unter den Robo-­Advisors oder digitalen Vermögensverwaltungen sind wir bisher der einzige Anbieter aus dem Fürstentum – und das, obwohl klassische Vermögens­verwaltungen hier in Liechtenstein eine lange Tradition haben. Die Zeiten als Steueroase sind längst vorbei: Der Finanzplatz ist mittlerweile sehr streng reguliert und nimmt am AIA (Automatischer Informations­austausch, Anm.) teil. Liechtenstein setzt die Vorgaben der EU-Finanzmarktrichtlinien um. Der Kunde genießt dadurch einen hohen Schutz nach internationalen Standards.

Warum hier, warum gerade jetzt?

MP: Unser Mutterhaus, die Früh & Partner Vermögensverwaltung AG, hat bereits seit 2012 ihren Sitz in Liechtenstein und verwaltet ein Vermögen von mehr als 1,5 Milliarden €. Als Tochtergesellschaft war es für uns klar, ebenfalls den Finanzplatz Liechtenstein auszuwählen. Das Land hat als Finanzstandort einiges zu bieten: Liechtenstein ist Mitgliedsstaat im Europäischen Wirtschaftsraum, nicht aber in der EU. Daraus ergibt sich eine einzigartige Kombination aus Flexibilität und Sicherheit, die Kapitalanleger aus der ganzen Welt zu schätzen wissen.

Liechtenstein kann die Vorteile der EU nutzen, ohne dabei die Haftungsnachteile des ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus, Anm.) tragen zu müssen. Durch den Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben Liechtensteins Banken und Vermögensverwalter außerdem die volle Dienstleistungsfreiheit in sämtlichen EWR-Staaten, die zusammen mehr als 500 Millionen Bürger umfassen.

Der technologische Fortschritt in den letzten Jahren hat es uns ermöglicht, unseren Service zu digitalisieren. Der Kunde will heutzutage seine Geschäfte möglichst unkompliziert und online abschließen können.

Hat Corona Ihr Geschäft, Ihre Gründung beeinflusst? Hat die Pandemie auch Einfluss auf die Portfolios Ihrer Kunden gehabt?

MP: Als es im März letzten Jahres an den Börsen krachte, war das vom Timing speziell für unsere Kunden, die gerade erst gestartet sind, nicht ideal. Wir sind von Anfang an analytisch an die Situation herangegangen und haben unsere Kunden über unsere Vorgehensweise auf dem Laufenden gehalten. Gutes Risikomanagement beginnt bei uns zum Zeitpunkt der Auswahl der Unternehmen und der Portfoliozusammensetzung und nicht erst zum Zeitpunkt einer Krise. Bevor wir neue Unternehmen in unsere Portfolios aufnehmen, berücksichtigen wir bereits, ob diese Unternehmen nachhaltig unbeschadet diverse Krisen überleben können.

Nachdem wir die Auswirkungen der Coronakrise auf unsere Investments eingeschätzt haben, trennten wir uns von einzelnen wenigen Unternehmen und kauften dafür andere hinzu. Für uns war klar: Es werden wieder außergewöhnlich gute Börsentage auf uns und unsere Kunden zukommen. Dann ist das Einzige, was zählt, weiterhin vollständig investiert zu sein, um vom Aufschwung zu profitieren. Dass dieser Aufschwung so schnell wiederkommt, haben wir zugegebenermaßen nicht erwartet.

Solche Marktverwerfungen sind ideal für uns und unsere Kunden, um günstig an gute Unternehmen zu kommen und damit eine bessere Performance als der Markt zu erreichen.

Was genau kennzeichnet Estably? Wodurch unterscheidet sich Ihre digitale Vermögensverwaltung von anderen am Markt?

MP: Als wir über die letzten Jahre das Aufkommen zahlreicher digitaler Anbieter verfolgt haben, konnten wir beobachten, dass es nur den wenigsten gelingt, besser als der Durchschnitt zu performen. Das wollten wir ändern. Anstatt breitflächig ETFs (Exchange Traded Funds, Anm.) zu kaufen, die von einer vermeintlich überlegenen künstlichen Intelligenz ausgesucht wurden, investieren wir nach den Value-Investing-Prinzipien in handselektierte Einzelaktien und Anleihen, mit dem klaren Ziel, unseren Kunden eine überdurchschnittliche Performance zu bieten.

Als einziger Anbieter mit Sitz in Liechtenstein bieten wir unseren Anlegern zudem die Möglichkeit, ganz unkompliziert ein Wertpapierdepot außerhalb der EU zu führen, und das bereits ab 100.000 €. Für eine Vermögensverwaltung aus dem Raum Liechtenstein oder der Schweiz ist das eine vergleichbar niedrige Einstiegsgröße zu günstigen Konditionen. Unsere Kunden profitieren von einem erfahrenen Team mit höchstem Serviceanspruch sowie von optimalen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Wie funktioniert Value Investing, wie sehen die Renditen aus? Ab wie viel Vermögen kann man zu Ihnen kommen?

MP: „Der Preis ist, was man bezahlt, der Wert, was man bekommt“: Dieses Zitat der Value-Investing-Legende Warren Buffett beschreibt die Strategie sehr gut.

Grundsätzlich sind wir auf der Suche nach hervorragenden Unternehmen, die an der Börse unter ihrem Wert gehandelt werden, also Unternehmen, die eigentlich mehr wert sind, als der Aktienkurs aktuell widerspiegelt. Wir investieren unter der Annahme, dass auch andere Börsenteilnehmer auf lange Sicht den Wert dieser Investments erkennen und somit den Aktienkurs langfristig steigen lassen.

Ich muss dazu sagen: Wir sind sehr wählerisch, was unsere Investments betrifft. Ein Unternehmen muss uns auf ganzer Linie überzeugen, vom zukunftsträchtigen Geschäftsmodell über nachhaltige Wettbewerbsvorteile bis hin zur Kompetenz des Managements. Unsere Analysten verbringen die meiste Zeit damit, potenzielle Unternehmen in- und auswendig kennenzulernen, um deren Zukunftsaussichten möglichst präzise abschätzen zu können. Hat ein Unternehmen bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass es Krisen möglichst unbeschadet überstehen kann, ist das für uns ein großer Pluspunkt.

Der theoretische Grundgedanke des Value Investing ist simpel – in der Praxis ist aber eine Vielzahl verschiedener Fähigkeiten notwendig, um diese Strategie erfolgreich umzusetzen. Wer bereit ist, seine Hausaufgaben zu machen, wird mit außergewöhnlichen Renditen belohnt. Wir lassen uns auf diversen unabhängigen Vergleichsportalen testen – dort wird ersichtlich, dass wir besser als die meisten Mitbewerber sind. Ab einer Mindest­anlagesumme von 35.000 € erhält der Kunde ein Depot bei der deutschen Baader Bank AG und ab 100.000 € gibt es ein Depot bei der Liechtensteinischen Landesbank AG.

Markus Prodinger
... ist Co-Gründer und CEO der Estably Vermögens­verwaltung mit Sitz in Vaduz, Liech­tenstein. Er studierte Angewandte Volkswirtschaftslehre an der Uni­versität in Freiburg im Breisgau sowie an der San Diego State University.

Wer sind Ihre Kunden? Mit welchen Wünschen und Zielen kommen diese zu Ihnen?

MP: Unsere Kunden kommen aus der ganzen Welt und sind zwischen 20 und 80 Jahre jung. Sie wollen Qualität, Sicherheit und eine gute Performance. Der Weg dahin soll unkompliziert und digital möglich sein. Zudem wollen sie eine gute Erreichbarkeit mit einem freundlichen Service.

Durch die Aktieninvestments werden unsere Kunden letztlich Teilhaber von qualitativ hochwertigen Unternehmen. Es ist uns wichtig, dass dieser Gedanke bei unseren Anlegern ankommt. Mit Quartalsberichten, Unternehmensprofilen und News zu den aktuellen Entwicklungen der Investments wollen wir unseren Kunden tatsächlich das Gefühl vermitteln, direkt an den Unternehmen beteiligt zu sein.

Estably ist eine digitale Ver­mögensverwaltung, die viele ihrer Kauf- und Investitionsentscheidungen sowie Arbeitsweisen nicht, wie man vermuten könnte, auf die Möglichkeiten innovativer Technologien – wie etwa KI – stützt, sondern auf die Erfahrung ihrer Analysten setzt. Warum?

MP: Für uns war von Beginn an wichtig, dass wir Technologie dort einsetzen, wo sie unseren Kunden den größten Mehrwert liefert. Der Kunde will keine langwierigen Banktermine oder Beratergespräche mehr führen, sondern jederzeit unkompliziert einen Dienstleister mit der Betreuung seiner Vermögenswerte beauftragen können. Zudem möchte er jederzeit und von überall einen transparenten Einblick in sein Portfolio und die einzelnen Investitionen haben.

Wir sind davon überzeugt, dass aktuell kein eingesetzter Algorithmus dazu in der Lage ist, bessere Investmententscheidungen als unsere erfahrenen Portfoliomanager zu treffen. Dass wir dazu in der Lage sind, zeigen unsere überdurchschnittlichen Resultate. Wir glauben, dass es noch eine lange Zeit brauchen wird, bis eine ausgereifte künstliche Intelligenz langfristig bessere Ergebnisse liefert als ein Team erfahrener Portfoliomanager.

Worin liegt der Vorteil, worin liegt der Nachteil?

MP: Rückblickend erkennt man, dass fast alle Algorithmen, die Stabilität und Sicherheit in das Portfolio bringen sollten, in der Krise versagt haben. Algorithmen leben hauptsächlich von historischen Daten – jede Krise ist jedoch einzigartig und kann in ihren Einzelheiten nicht exakt prognostiziert werden.

Aufgrund der aktiven Investmentstrategie sind unsere Gebühren etwas höher als bei den meisten Mitbewerbern – wer passiv in ETFs investiert, spart sich die Arbeit, spezifisch nach gewinnbringenden Einzelaktien zu suchen. Wer Indexfonds oder passive ETFs kauft, investiert damit jedoch in gute und schlechte Unternehmen. Gerade in der Krise ist es wichtig, in qualitativ hochwertigen und starken Unternehmen investiert zu sein, da sich dann die Spreu vom Weizen trennt. Spätestens dann spiegelt sich das in den Ergebnissen wider.

„Der Preis ist, was man bezahlt – der Wert, was man bekommt.“

Warren Buffett

Wie sind Sie selbst ins Finanz­geschäft ­gekommen? Wie sollte man denn aufgestellt sein, um in dieser Branche als Unternehmer erfolgreich sein zu können?

MP: In der Dotcom-Krise wurde mir durch Investitionen der Bankberater in diverse hauseigene Produkte klar, dass diese meist selbst nicht verstanden hatten, wie diese funktionieren oder was damit gekauft wurde. Während des Studiums der Volkswirtschaftslehre habe ich mich immer mehr dem Thema Aktien gewidmet. Mit den rapide sinkenden Zinsen auf Festgelder wurde das Interesse schließlich noch stärker, bis ich am Ende bei der Früh & Partner Vermögensverwaltung in Liechtenstein landete. Sieben Jahre später gründeten wir die digitale Tochtergesellschaft Estably, bei der ich heute Geschäftsführer und Partner bin. Damit der Aufbau eines Unternehmens in dieser Branche gelingt, muss man dem Kunden einen Mehrwert und einen guten Service bieten. Dieser sollte immer im Mittelpunkt stehen. Wir sind keine Verkäufer von Produkten, sondern ein Dienstleister, der in dieselben Strategien investiert wie unsere Kunden.

Vorhin haben Sie ihn schon zitiert, auf Ihrer Homepage werben Sie ebenfalls mit ihm: Warren Buffett. Was finden Sie denn an ihm so spannend?

MP: Es ist eine Mischung aus seinem Erfolg, seinen zeitlosen Börsenweisheiten und seiner einzigartigen Persönlichkeit. Vor allem ist er aber aufgrund seines Erfolgs – nicht nur als Value Investor, sondern auch als Unternehmer – ein Vorbild.

Wie wird sich der Finanzplatz Liechtenstein Ihrer Ansicht nach in den nächsten Jahren entwickeln? Was würden Sie sich wünschen?

MP: Der Finanzplatz Liechtenstein wird durch die Digitalisierung weiter profitieren und seine Position gegenüber seinen internationalen Wettbewerbern weiter ausbauen können. In einer von Unsicherheit geprägten Zeit sind Stabilität und Sicherheit mehr denn je gefragt. Liechtenstein ist durch seine stabilen politischen Rahmenbedingungen und seine wirtschaftliche Stärke ein stabiler Anker für Investoren.

Text: Heidi Aichinger
Fotos: beigestellt

Dieses Advertorial erschien in unserer Januar/Februar-Ausgabe 2021 „Innovation & Forschung“.

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