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Die Ausgaben für Mindestsicherung und Sozialhilfe in Wien haben sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Bundesweit entfielen 2024 rund drei Viertel aller Leistungen auf die Bundeshauptstadt.
Die Ausgaben für Mindestsicherung und Sozialhilfe in Wien sind 2024 auf 983,2 Mio. € gestiegen. Das zeigt die aktuelle Mindestsicherungs- und Sozialhilfestatistik 2024 von Statistik Austria und dem Sozialministerium. Gegenüber 445,5 Mio. € im Jahr 2014 entspricht das einem Anstieg von 121 % innerhalb von zehn Jahren.
Mit 983,2 Mio. € entfielen rund 75 % der österreichweiten Ausgaben für Mindestsicherung und Sozialhilfe auf Wien. Österreichweit wurden 2024 insgesamt 1,317 Mrd. € für diese Leistungen aufgewendet. Gleichzeitig stieg die Zahl der Bezieher österreichweit auf 205.781 Personen, während in Wien 177.624 Personen Leistungen erhielten. Damit lebt ein Großteil der österreichischen Bezieher in der Bundeshauptstadt.
Die Ausgaben entwickelten sich deutlich dynamischer als die Zahl der Leistungsbezieher. Während die Empfängerzahl in Wien seit 2014 um rund 25,5 % zunahm, stiegen die Auszahlungen um mehr als das Doppelte. Die Statistik selbst nennt keine einzelne Ursache für diese Entwicklung. Einfluss haben unter anderem die Valorisierung der Leistungen, gestiegene Wohnkosten sowie die allgemeine Inflation.
Österreichweit erhöhten sich die Ausgaben gegenüber 2023 um 19,5 %. Der durchschnittliche monatliche Leistungsbezug pro Bedarfsgemeinschaft lag 2024 bei 952 €. Nach Angaben von Statistik Austria flossen 94 % der Ausgaben in Leistungen für Lebensunterhalt und Wohnen, der restliche Anteil entfiel auf Krankenhilfe.
Foto: Joshua Kettle