Mit dem FORBES-NEWSLETTER bekommen Sie regelmässig die spannendsten Artikel sowie Eventankündigungen direkt in Ihr E-mail-Postfach geliefert.
Adam Szpyt hat mit Bett1 den Matratzen-Markt revolutioniert, hier spricht er über seine Motivation
Firmengründer Szpyt ist mit bezahlbaren Produkten zum Marktführer aufgestiegen, nun verändert er die Sportbranche.
Adam Szpyt ist ein Unternehmer, wie es ihn selten gibt. Mit Bett1 hat er eine Branche neu gedacht und Qualität bezahlbar gemacht – und nutzt seinen Erfolg, um zurückzugeben. Soziales Engagement ist für ihn keine Imagepflege, sondern Herzenssache: Chancengleichheit im Sport, Förderung von Frauen, Bildung für Kinder. Im Gespräch erklärt er, was ihn antreibt.
Herr Szpyt, Ihnen ist es gelungen, eine traditionsreiche Branche zu erneuern und neue Maßstäbe zu setzen. Treffen Sie Ihre Entscheidungen auf Basis von Fakten oder verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl?
Mein Bauchgefühl muss immer stimmig sein, ich entwickle meine Ideen rein intuitiv. Genauso wichtig ist es zu verstehen, was die Verbraucher wollen. Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter, unsere Produkte bekommen immer neue Funktionen. Und es ist uns wichtig, in Deutschland mit innovativen, nachhaltigen Methoden zu produzieren. Da passiert gerade viel Neues.
Ihr Engagement für das WTA-Turnier Berlin Tennis Open geht weit über das Platzieren von Logos hinaus. Was fasziniert Sie an dieser Sportart?
Es begann während der Pandemie, als ich mit meinen Hunden am Steffi-Graf-Stadion vorbeikam. Eine so tolle Anlage im Dornröschen-Schlaf – da musste mehr möglich sein. Kurz darauf fragte mich ein Sport-Manager, ob wir uns für ein internationales Spitzenturnier engagieren wollen. Mein Team und ich waren sofort begeistert. Ich mag Sport sehr, Tennis besonders, weil es um fairen Kampf geht. Wir sind stolz, dieses Turnier im Juni präsentieren zu dürfen – auf Rasen, das ist hierzulande etwas Besonderes.
Sie sponsern besonders weibliche Teams und fördern den Tennis-Nachwuchs. Was treibt Sie an?
Mich hat eine Studie des Ringier Verlags aufgerüttelt: Nur vier Prozent der Sportberichterstattung entfallen auf Frauen. Vier Prozent! Ich bin gegen jede Form von Diskriminierung, deshalb fördern wir Frauen besonders. Genauso wichtig ist mir der Nachwuchs: Beim LTTC engagieren wir uns seit sechs Jahren – wer heraussticht, dem helfen wir gezielt. Milena Steinkamp etwa, 15, gebürtige Berlinerin, war neun, als unser Programm startete. Heute spielt sie auf einem Niveau, das uns überzeugt hat, sie individuell zu begleiten. An sich glauben, hart arbeiten, dranbleiben – das lohnt sich. Eine Botschaft für die junge Generation. Mit „Tennis macht Schule“ bringen wir den Sport zudem an hunderte Schulen in Berlin und Brandenburg.
Foto: Bett1