Start-up-Challenge

Die Forbes Start-up-Challenge ging am 5.12. in ihre finale Runde. Bereits zum dritten Mal veranstaltet die deutschsprachige Ausgabe des US-Wirtschaftsmagazins diesen Wettbewerb.


Rund 200 Besucher sind vergangene Woche der Einladung zur dritten Forbes Start-up Challenge in den Wiener Nachtclub Chaya Fuera gefolgt. Unternehmer und Autor Klaus Woltron eröffnete den Abend. Den ganz Jungen im Publikum weniger bekannt, war der Doyen der österreichischen Wirtschaftstreibenden vor allem ab den 1975er bis Ende der 1990er Jahre erfolgreich unterwegs – „und auch nicht“, wie er zu Beginn seiner Keynote selbst sagte. Unter anderem reorganisierte er als Generaldirektor die Österreich-Tochter der ABB, war Gründungsmitglied des Nachhaltigkeits-Investmentfonds Sustainable Performance Group in Zürich und ist nach wie vor Vizepräsident des TÜV in Österreich. Für seinen Vortrag schöpfte er aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz und mahnte: „Geld per se ist dumm”, „Ideen brauchen ein Biotop, in dem sie sich entfalten können“, oder: „Egal welchen Business-Plan man macht, es kostet immer doppelt so viel und dauert dreimal so lang wie erwartet“, und: „Unternehmer sollten sich vor allem die Frage stellen, wer bereit ist für das, was sie anbieten, auch wirklich Geld zu bezahlen“.

Im anschließenden Wettbewerb stellten sich die sechs Finalisten den kritischen Fragen der fünfköpfigen Jury – und auch jenen aus dem Publikum. Die Auswahl der sechs jungen Unternehmer erfolgte nach einem Online- und einem Jury-Voting im November, basierend auf einem Pool von 30 Start-ups aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Sie alle wurden 2017 im Rahmen der Start-up Challenge porträtiert und kamen aus den Bereichen MedTech, Tech, Mobility, Legal/Fintech, und Urban Strategies.

Zu gewinnen gab es jedenfalls so einiges: einen Gutschein im Wert von 6.000 € von Ford, ein EY-Beratungspaket im Wert von 5.000 € sowie eine Wildcard für den Entrepreneur of the Year Summit 2018 in Monaco, von Pioneers gab es für das gleichnamige Festival Tickets im Wert von 3.000 €, eine WU Executive Academy-Ausbildung für den „Pioneers of the 21st Century“-Lehrgang im Wert von 11.400 € und einen Business Lunch mit einem Investor, gesponsert von der Crowdinvestment-Plattform Conda. Von Forbes gab es eine Einladung zum nächsten 30under30 Summit 2018 – womit auch die neue Richtung der Start-up Challenge vorgegeben wurde: Forbes fördert Talente und fordert alle auf, das Gleiche zu tun. (Nähere Informationen dazu weiter unten)

Nach einer 30-minütigen Beratungsphase gab die Jury die Platzierungen der Gewinner bekannt, die ihre Preise selbst wählen konnten. Der Sieger an diesem Abend war Tacterion. Das Start-up aus München entwickelt eine Silikonhaut mit Sensorik, die fühlen kann und in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen soll, wie etwa Robotik oder Mobilität. CEO Daniel Strohmayr konnte mit seinem Pitch überzeugen und entschied sich für das Beratungspaket von EY.

Auf dem zweiten Platz landete das MedTech-Start-up Medicus, das bereits in mehreren Ländern aktiv ist und eine App anbietet, auf der Nutzer einen einfachen Überblick sowie eine Erklärung zu medizinischen Parametern erhalten, wie etwa den Blutzuckerspiegel oder ähnliches. Owen Williams, Medical Researcher sprang spontan für den Pitch ein, um sein Unternehmen zu repräsentieren und entschied sich für den von Ford zur Verfügung gestellten Geldpreis. Auf den dritten Platz schaffte es Psii.Rehab. CEO Georg Teufl entwickelt mit seinem Team eine Virtual-Reality-Anwendung, die mit Übungen für Schlaganfall-Patienten deren Lebensqualität erhöhen soll. Teufl entschied sich für den Preis von Pioneers. Die Plätze vier bis sechs gingen an Vacthera, BikerSOS und Caroo.

Wie in den vorangegangen Jahren der Forbes Start-up Challenge wurden alle Gewinner gebührend gefeiert. Der Abend, der den Gründern und Unternehmern der deutschsprachigen Region gewidmet war, ging erst in den frühen Morgenstunden zu Ende.


Forbes fördert junge Talente und fordert Sie auf, Gleiches zu tun!
Sofern es Menschen unter 30 sind, bitten wir Sie um Nominierungen passender Kandidaten auf unserer Website . Falls Sie ein spannendes Start-up kennen oder selbst führen, das nicht in diese Kategorie fällt, bitten wir Sie ebenfalls mit uns Kontakt aufzunehmen unter startups@forbes.at .

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