Women’s Impact & Women’s Late Night

Forbes bringt anlässlich des zweiteiligen Events Entscheiderinnen quer durch alle Branchen zusammen, aus Europa und den USA. Frauen, die einen Unterschied machen.

„Wir alle arbeiten mehr oder weniger in einem Umfeld, das vielleicht schon divers ist, aber mit Sicherheit immer diverser werden wird“, gab Lajuanda Asemota von der Singularity University (SU) mit ihrer Keynote den Startschuss für die Nachmittagsveranstaltung Women’s Impact. Nur, was nützt es, allein divers, also in welcher Form auch immer anders zu sein als der andere? Gar nichts, so die tags zuvor aus San Francisco angereiste Programm-Direktorin für Diversity & Impact der SU mit Sitz am NASA Campus. „Sie müssen schon wissen, was genau sie mit ihrer Diversität, mit der Diversität in ihren Teams anfangen wollen, um einen Impact zu schaffen. Sonst werden wir einfach nur unterschiedlicher Herkunft, Religion oder unterschiedlichen Geschlechts bleiben“.

Wie macht man mehr aus Diversität: Eine Frage, mit der sich viele Unternehmen vielleicht in der Theorie beschäftigen, in Realität dann aber oft an einem nächsten Schritt scheitern. „Diversität – und das betrifft nicht nur die Geschlechter – löst Konflikte aus, die auszutragen man bereit sein muss, um einen Unterschied zu machen“, spricht Asemota immer wieder die Notwendigkeit zum sprichwörtlichen „Walk the Talk“ an. Es sei wie bei einer Party, sagt sie: „Es ist das eine, jemanden einzuladen, es ist aber das andere, dort jemanden zum Tanz aufzufordern“. Die Unternehmen müssten sich schon auf die Diversität ihrer Teams einlassen, um Effekte zu erzielen – von besseren Beziehungen, über Produkte bis hin zu Services.

Dass Diversity keinem Selbstzweck dient, belegten die Zahlen der Studie „The Mix that Matters“ von Boston Consulting Group (BCG). Umso höher die Durchmischung der Teams – und das nicht nur auf C-Level – desto höher der sogenannte Innovation Revenue (bis zu 34 Prozent). Österreich, Deutschland und die Schweiz laufen dabei zunehmend Gefahr – und zwar stets im Vergleich zu den sogenannten Nordics – an Innovationskraft zu verlieren, so die beiden Projektleiterinnen Nina Haidinger und Daniela Lackner.

Eine ganz andere Perspektive auf das Thema brachte die Gründerin von Tandem Nomads, Amel Derragui ein. Die Unternehmerin, die noch nie länger als vier Jahre in einem Land gelebt hat, berät heute als Marketing- und Markenexpertin Partner von Expats und Diplomaten, wie sie ihr Business zu einem „portable business“ machen.

Aus ihrer eigenen Situation des Anders-Seins erarbeitete sie für sich und andere eine Chance und letztlich einen Geschäftsfall. Gegen das Verharren und Klagen über einen nicht zufrieden stellenden Status quo helfe es immer, unternehmerisch zu denken, so Derragui. Um Dinge voranzutreiben, helfe es, wenn man in Problemen auch eine Chance sehe.

Im Rahmen eines von der WU Executive Acadamy unter der Leitung von Helga Pattart-Drexler geführten Workshops wurden Themen von Diversity-Awareness bis Quoten erarbeitet und in großer Runde diskutiert. Angela Matthes, CEO des Lebensversicherers Baloise Life appellierte, Kommunikationsmaßnahmen immer im Rahmen eines Miteinanders zu denken. „Sie dürfen nicht vergessen, dass wenn Sie sich selbst verändern wollen, sich dafür auch ihr ganzes Umfeld verändern muss“. Veränderungen, die sich im Nutzen von Diversity-Maßnahmen niederschlagen sollen, können ausschließlich gemeinsam vorangetrieben werden.

Noch viele Schritte aus der Komfortzone seien notwendig, so der Tenor des Plenums, um Diversity nützlich zu machen: mehr Kommunikation, Zusammenarbeit, Verständnis, allen voran aber ein strategisches Ziel – in Projekt-, Produkt- oder Dienstleistungsform – und zwar in Teams, die in jeder Hinsicht gemischt sein sollen.

Um diesen Zielen näher zu kommen, den Austausch zu fördern, von den Besten zu lernen und Best Practice sichtbar zu machen, initiierte die deutschsprachige Ausgabe von Forbes mit den Events WOMEN@FORBES. Es gibt noch viel zu tun!

Sie sind herzlich dazu eingeladen, sich einzubringen. Schreiben Sie uns dazu bitte an women@forbes.at.

Random

DER DIGITALE LEBENSABEND

In der Geriatronik verschmelzen neueste Technologien und Altenpflege. Auch in Bayern entstehen Innovationen, die eine hohe Lebensabendqualität garantieren – dank VR-Sets, Roboter, künstlicher Intelligenz und …

Konfigurator statt Großfläche

Gerade bei Esstischen entscheidet immer weniger die Quadratmeter-Logik – und immer mehr, wer die Conversion-Kette kontrolliert: Konfigurator, Visualisierung, Muster, Lead-Management und Finanzierung. Showrooms …

6 THINGS TO HAVE: HERBST EDITION

Praktisch, elegant und chic – das sind unsere 6 Things für den Herbst.

Trump-Politik treibt Preise für Medizingeräte in die Höhe

Die Zölle der Trump-Regierung könnten weitreichende Folgen für das US-Gesundheitssystem haben. Erik Wexler, CEO des katholischen Gesundheitsnetzwerks Providence, das mehr als 50 Krankenhäuser und über 1.000 Kliniken …

Verschlüsselte Botschaften

Threema Gründer Martin Blatter und Silvan Engeler

Threema gilt als sichere Alternative von Whatsapp & Co. Fünf Millionen Nutzer vertrauen dem Schweizer Start-up bereits, doch lässt sich mit so viel Sicherheit auch Geld verdienen?

Der Fragensteller

Problemlöser oder Fragensteller? Für Leif Huff, Deutschland-Chef von Ideo, müssen Designer beides sein.

Krypto: Die wahren Kosten

Europas Kryptomarkt wird erwachsener. Seit Ende 2024 gilt in der EU ein einheitlicher Rahmen für Anbieter von Krypto-Dienstleistungen. Doch eine neue Studie der Frankfurt School of Finance & Management zeigt: Für …

EIN NETFLIX FÜR DAS METAVERSE

Extended Reality – Technologie zur Erweiterung der Realität – assoziieren viele mit zu schweren Virtual-Reality-Headsets und schwindelerregenden Computerspielen. Doch auch im Industriebereich findet die Technologie …

Amerikas 400 Reichste haben nur 4 % ihres Vermögens gespendet

Ein Blick darauf, wie viel die Mitglieder der Forbes 400 bislang für wohltätige Zwecke gespendet haben.

Rising Sea Level? Rising C-Level!

„Dadurch, dass wir Nachhaltigkeit vor allem unter dem Scheinwerfer der – meist fehlenden – Moral betrachten, fühlen Unternehmen sich nicht zuständig.“- Jule und Lukas Bosch

RASANTE ENTWICKLUNG

Ben Ruschin 001

Ben Ruschin will Europas Entwickler vernetzen. Mit WeAreDevelopers baut der Gründer Brücken zwischen Unternehmen und Software-Entwicklern. Und will damit neben der DACH-Region auch Europa erobern.

Autos statt Kutschen

Eva Dichand, die Herausgeberin von Heute im Interview – über die Presseförderung und die Suche nach dem Heiligen Gral im digitalen Verlagsgeschäft.

Saudi-Arabiens Mega-Investitionen: Wie der Staatsfonds die globale Wirtschaft umkrempelt

Saudi-Arabien befindet sich auf einem beispiellosen wirtschaftlichen Transformationstrip. Mit dem ambitionierten „Vision 2030“-Plan will das Königreich nicht nur seine Abhängigkeit vom Öl verringern, sondern auch zu …

Trump entfesselt Milliarden-Boom: Mid-Caps ab 2 Mrd. US-$ im Fokus

Mit der Wahl von Donald Trump und seiner Rückkehr ins Weiße Haus erwartet die Wall Street einen neuen Boom bei Fusionen und Übernahmen (M&A). Trump will die Regierung umstrukturieren, und eine Neuausrichtung der …

Weaver und der Whiskey

Mit Uncle Nearest Premium Whiskey hat Fawn Weaver die am schnellsten wachsende US-Whiskey-Marke gegründet. Nun hat die Managerin einen 50 Millionen US-$ schweren Risikokapitalfonds zur Förderung von Frauen und People of …

Up to Date

Mit dem FORBES-NEWSLETTER bekommen Sie regelmässig die spannendsten Artikel sowie Eventankündigungen direkt in Ihr E-mail-Postfach geliefert.